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Mundstücke, mit denen man abhebt...

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von jazzwoman, 9.Januar.2017.

  1. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    Ich wollte mal in die Runde fragen, weshalb man auf manchen Mundstücken sich sicherer fühlt als auf anderen.
    Ein Beispiel: ich höre mir ein Solo heraus und auf dem einen Mundstück (eher neu) greife ich auf Anhieb alle Töne richtig, auf dem anderen Mundstück, das mich schon Jahre begleitet, hau ich hier und da daneben.
    Woran mag das liegen? An der Ansprache, an der Intonation? Kann mein Gehirn, mit dem einen Klang mehr anfangen, als mit dem anderen und greift da sicher zu? Ich kann mir das nicht so recht erklären....
    Was denkt ihr?
     
  2. Pil

    Pil Ist fast schon zuhause hier

    Genau das! Die Frage stelle ich mir seit Tagen auch schon.

    In der Weihnachtsfreizeit bin ich selbst dann doch mal auf Reise in den "nächsten" größeren Musikladen gefahren um Mundstücke anzutesten.
    Vor Ort auch wegen zufälligen Publikum hoch konzentriert, und zu Hause mit der gekauften Auswahl schlampig gespielt. :confused:
    Die Erklärung ganz einfach: Es war nicht die gleiche Selbstdisziplin!
    Beim neuen MPC wohl von Anfang konzentierter gewesen?
    Nues MPC wie ein neuer Flirt:p
    Dem alten Partner respektlos:cautious:
    Lag nicht am Material. lag an mir.:laugh:

    Was ich speziell bei Mundstücke praktiziere: Von den bestfunktionerenden die Auswahl auf drei beschränken. (z.B. eine Woche) Die besseren zwei werden favorisiert, Nr. 3 zwangsweise ausgetauscht und in der Warteliste hinten angestellt.
    Emotienell breche ich dann manchmal wieder diese Regel. :hilarious:

    Die technisch kritischen Kritereien wären dann wohl, wo Du dann mehr zu Hause bist.
    - Kammer
    - Bahnöffnung
    - Bahnlänge
    - ..
    Die Reihenfolge aus meiner Sicht wäre trotzdem den gefühlsmäßigen Vergleich dem Datenblatt Vorzug zu geben. Datenblatt dient dann zur Übersicht der eigenen Tabelle.

    LG
    Pil
     
  3. deraltemann

    deraltemann Ist fast schon zuhause hier

    Was ich nicht verstehe ist was das MPC mit daneben greifen zu tun hat....
     
  4. MrWoohoo

    MrWoohoo Ist fast schon zuhause hier

    Man hat nur 100% Hirn zur Verfügung. Wenn mehrere Dinge gleichzeitig verwaltet werden müssen, dann wird das aufgeteilt. Je weniger nun mit externen Schwierigkeiten beschäftigt ist, desto mehr ist für Musikerzeugung frei.
    d.h. wenn Ansprache und Intonation locker ohne Anstrengung passieren, dann ist auch die motorische Kontrolle besser.
    Das bedeutet: weniger Außeneinflüsse rangelassen, und daher mehr Hirn% für das Spielen zur Verfügung.
     
    Pil, jabosax, Longtone und 2 anderen gefällt das.
  5. a.g.

    a.g. Ist fast schon zuhause hier

    ich denke die Koordiation von Finger und Zungenstoß.

    @jazzwoman und alle die es interessiert. :) Ich glaube das die Präzession wie Mundstücke gefertigt sind oft überschätzt wird. Das z. B. leicht unterschiedliche Bahnen, unsymetrische Bahnspitzen oder Tische die nicht plan sind, in Paarung mit Blättchen, die auch eine Tolleranz haben, teils einen großen Einfluss haben, an den frau/man sich aber auch gewöhnen kann. Wenn wir aber jetzt mal ein " ideale Paarung" erwischen fällt es dann aber auch deutlich auf. Einbisschen so wie wenn das Blättchen etwas verrutscht ist, und nach einer Korrektur dann alles wie geschmiert läuft. Der "Unterdruck - Plopp" Test ;) finde ich einen guten Garant zum Test des Setup und der Aufspannung des Blättchen.

    Herzliche Grüße

    Andreas
     
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  6. antonio

    antonio Ist fast schon zuhause hier

    Erwartungshaltung? Stichwort: "Neue Besen kehren gut" ?
     
  7. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Wenn Du nicht das kriegst, was Du erwartest, hörst Du genauer hin.
     
    Pil gefällt das.
  8. antonio

    antonio Ist fast schon zuhause hier

    Ja, auch das.
     
  9. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    Glaube ich nicht.

    Ich klingel im übrigen sehr unterschiedlich auf beiden.
    Das, wo ich auf Anhieb richtig greife klingt zentriert und halbdunkel Eigentlich gar nicht so recht mein Fall. Das andere klingt farbenfroher und dunkel.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.Januar.2017
  10. zappalein

    zappalein Ist fast schon zuhause hier

    tach zusammen,

    als man mir meine beiden berg-larsen mpcs geklaut hatte und bevor hwp meine mpc-odyssee beendete, hatte ich eine kurze emaikorrespondenz mit bennie wallace, wie er seinen riesigen tenorsound, trotz der grossen intervalle die er sooft spielt, hinbekommt.
    seine antwort war, dass er sich nie anhängig macht von irgendeinem mundstück. wenn er 3-4 wochen ein anderes mpc (konzentriert) spielt, klingt er wie immer. reeds wären da wichtiger.
    und sein tipp, wenn wieder mal der -sound nicht stimmt- einfach die extreme nach links oder rechts suchen, um dann wieder in der mitte zu landen. ein tipp, den man wirklich mal probieren sollte. will heissen, nehmt zb ein mpc mit ungewohnt grosser/kleiner/enger öffnung und einem 1-5er blatt und spielt diese kombi 10 min. lang mit dem ziel einen schönen sound zu haben. dann 10 min. pause und wieder zum gewohnten setup. dann stimmt meistens die -mitte- wieder.
    (wenn bei mit der -soundfurz- mal wieder quer hängt, reicht schon oft ein reedwechsel)
    das -abheben- mit einem mpc, das geschieht bei mir ganz unbewusst. denke ich darüber nach, geht es eh nicht.

    die golfer unter uns kennen das problem auch, nur etwas anders. auf der range vor der 1. runde trifft man alles, auf der runde dann liegt man überall, nur nicht auf dem fairway. beim nächsten mal geht´s mit einem kaltstart los und du triffst fasst alles. und dann eine woche später......

    lg
     
  11. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    Es geht ja aber gar nicht um Probleme mit Sound. Gar nicht. Ich bin sehr zufrieden, probiere nur gerne aus. Und da habe ich eben das oben beschriebene Phänomen festgestellt und mich gewundert, woher das wohl kommt. MrWohoo hat vielleicht recht. Bei dem einen muss ich mehr blasen, bei dem anderen weniger... Trotzdem witzige Sache.
     
  12. Saxfreundin

    Saxfreundin Ist fast schon zuhause hier

    Was 'n der "Unterdruck-Plopp-Test? o_O
    @a.g.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.Januar.2017
  13. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    Ich kann mir vorstellen, dass du nach einiger Zeit mit dem zweiten wieder nach Jazzwoman klingst.
    So geht es mir jedenfalls. Ich achte darauf, wenn ich ein neues Mundstück ausprobiere, auf die Leichtigkeit wie ich meine Töne, die ich schon im Kopf habe, umsetzen kann. Dann kann ich "abheben".
    MEIN Sound stellt sich sowieso nach kurzer Zeit wieder ein. Ok, wenn da nicht ein extremer Unterschied in der Bauform ist!
    Einfaches Beispiel: Saxophon ist zu tief gestimmt. Jetzt spielt du mit einem Playalong und du wirst sicherlich merken wie du kämpfen/beißen must. Wenn du dann das Saxophon richtig stimmt kannst du richtig "abheben".
    Das ist sicherlich auch dann der Fall wie es a.g. beschreibt.

     
  14. saxhornet

    saxhornet Experte

    Weil manche Mundstücke es Dir leichter machen deinen Sound und deine Phrasierung umzusetzen und die Ansprache besser ist.
    Schwierig. Kann mir in dem Fall nur vorstellen, dass Du mit dem alten einfach zu sehr abgelenkt bist und zu viel tun musst damit es ordentlich geht.
     
    Bereckis und (gelöschter Benutzer) gefällt das.
  15. a.g.

    a.g. Ist fast schon zuhause hier

    @Saxfreundin,

    in kürze:
    du spannst ein Blättchen auf, gut befeuchtet, nimmst das Mündstück (nur das Mundstück) in den Mund. Die offene Seite (die zum S-Bogen hin) dichtest du mit dem Handballen ab.
    Dann ziehst du daran, sprich, ziehst die Luft ab (also nicht reinblasen sondern ziehen - Unterdruck ;)) und drückst das Blättchen mit der Zunge (wie beim anstossen) vorsichtig an, so das es die Bahn komplett verschliest. Nun ziehst du das Mundstück aus dem Mund.
    Nun sollte/müsste das Blättchen auf der Bahn des Munstückes anliegen und sich ein auch im Handballen spürbarer "Unterdruck" gebildet haben. Beim abziehen des Handballen wird die Kammer dann wieder belüftet und es "Ploppt". :) Alles klar?

    Falls das nicht der Fall ist und kein Unterdruck gehalten werden kann, deutet dies auf ein undichte Stelle hin, was nachteilig sein kann.
    Oder du machst was falsch beim Test. ;)

    Hrerzliche Grüße

    Andreas
     
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  16. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    Könnte es nicht daran liegen, dass mein herkömmliches Mundstück, mit dem ich im übrigen besser intoniere, eher einen 'spread' Sound produziert, den mein Gehirn nicht so gut einordnen kann, wie das eher klare und fokussierte Link? Die Intervalle sozusagen nicht immer ganz sicher zuordnen kann...?
     
  17. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    Wenn es mit dem Mundstück besser intoniert. Bei mir ist es mit der Blockflöte so. Da weis ich wie der nächste ton klingen soll und greife ihn automatisch. Beim sax klsppt das nicht so gut
     
    Longtone gefällt das.
  18. saxhornet

    saxhornet Experte

    Und wie soll das dazu führen, daß Du die Töne beim Raushören eher triffst bzw. greifst? Dann müsste man das auch noch erstmal in Blindtests belegen.
     
  19. JES

    JES Ist fast schon zuhause hier

    Bei mir hat das Mundstück keinen Einfluß auf die Finger, sorry.
    Vielleicht nutze ich ja für die Finger so wenig Hirnleistung, dass ich genügend Reserve für den Ausgleich schlecht ansprechender Mundstücke habe.
    JEs
     
  20. Viper

    Viper Ist fast schon zuhause hier

    ...bei mir ist das anders 'rum. Ich muss mich manchmal so stark auf die schnellen Fingerchen konzentrieren, dass ich kein Ganglion mehr übrig habe für das Mundstück..:D