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Featured Mundstücktisch-Design: Alles über Konkavitäten und mehr

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von Gaivota, 9.Januar.2018.

  1. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    Eine Frage stellt sich mir: Bei der Auswahl und Herstellung der Blatter wir ja auf einen bestimmten Trocknunggrad der Hölzer geachtet. Wenn ich solch ein gereiftes spannungsloses Holz auf ein Mundstück spanne das konkav oder konvex ist, handele ich mir da nicht unerwünschte Spannungen ein? So gesehen hat doch ein planer Tisch Vorteile, oder? Das Blatt ist ja wohl plan, oder?

    VG
    Pth
     
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  2. ppue

    ppue Experte

    Danke, @Gaivota, dann lag ich mit meinen Berechnungen ja richtig. Und auch richtig, 0,175 mm sieht man mal direkt, macht aber eben eine Mundstücksöffnung mehr aus.

    Auch ich sehe das Thema nun als erledigt an (-:
     
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  3. Gaivota

    Gaivota Ist fast schon zuhause hier

    Gute Frage. Wie wir in der Diskussion gesehen haben, kann man Typ 2 ja auch als größere Öffnung betrachten. Daraus ergeben sich auch keine unerwünschten Spannungen in Schwingungsrichtung.
    Theoretisch (!) könnte es aber sein, dass bei Typ 1 solche auftreten. Wenn man ein planes Blatt mit einer stempelartigen Ligatur mit hohem Anpressdruck in diese Art Konkave zwingt, wäre es denkbar dass die Schwingungsfähigkeit beeinträchtigt wird.
    Das kann man sich mit einem länglichen Stück Papier veranschaulichen, wenn man auf einer Seite mal eine Hohlkehle wie in Typ 1 reindrückt und am anderen Ende in Schwingungsrichtung auslenkt. Dann sieht man was gemeint ist.
    VG
    Jens
     
  4. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Moin

    Ich habe mir mal ein von @Gaivota bearbeitetes Altsaxophon Mundstück (Link STM 7*) etwas genauer angeschaut und mit einem unbearbeiteten Mundstück aus gleichem Hause (Link STM 10*), beides Early Babbits verglichen.

    Zunächst einmal hat das unbearbeitete Link (überraschenderweise) einen planen Tisch, jedenfalls kann ich keinerlei Konkavität feststellen. Neue Blätter liegen absolut plan auf, eines meiner abgespielten allerdings auch (Vandoren V16 1 1/2). Weitere hab ich nicht getestet.

    Das bearbeitete Mundstück hat eine sichtbare Konkavität, bei dem abgespielten scheint die Lücke mir einen Ticken kleiner zu sein, aber das ist nur Augenmaß. Bei leichtem Druck, wie es die Ligatur macht schliesst sich der Spalt. Das schafft sogar locker meine Schnurligatur. Eine durch die Konkavität verursachte Bewegung der Blattspitze ist sicherlich vorhanden, ist aber sehr gering, für mein Auge praktisch nicht wahrnehmbar und damit weit, weit geringer als die durch längeres Spielen hervorgerufene Biegung des Blattes, und ich denke mal mit deutlich weniger Auswirkung als die normale Streuung der Blatteigenschaften einer Packung.

    Ich habe jetzt keinerlei Möglichkeit das messtechnisch zu unterfüttern, und auch eine fotografische Dokumentation ist mir im Moment zu aufwändig. Meine Neugierde ist auch erst mal befriedigt.

    Gruß,
    Otfried
     
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  5. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    Das ist verständlich. Aber.....wenn ich ein Blatt in die Hohlkehle einpresse, verforme ich das Blatt. Dort wird sich das Blatt auch nicht ausdehnen können. Eine Ausdehnung findet dann nur im Fensterbereich bis zur Spitze statt. Alles was ich mir durch eine Konkavität einhandele ist eine nicht gewollte Spannung auf das Blatt. Ich möchte doch nicht das Blatt formen wie das z.B. mit Wasserdampf im Möbelbau praktiziert wird.

    VG
    Pth
     
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