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Üben mit Drones

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Mugger, 12.Juli.2012.

  1. Bernd

    Bernd Ist fast schon zuhause hier

    Perfekt funktioniert es m.E., wenn Du die Drone in Deine DAW lädst, diese auf "Monitor" stellst, und dann über Kopfhörer sowohl die Drone wie auch Dein eigenes Spiel hören kannst.
    Und die Lautstärkeverhältnisse lassen sich so auch perfekt einregeln.

    LG Bernd
     
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  2. saxhornet

    saxhornet Experte

    Lässt sich mit Kopfhörer oder über Lautsprecher machen und man sollte es nicht verkomplizieren, dafür muss kein Aufwand betrieben werden. Das schwierigste ist noch an vernünftige Drones (ohne mitschwingende Quinte) zu kommen.

    Man spielt erstmal den gleichen Ton wie den von der Drone und versucht den Ton so nahe ans Origianl zu bekommen, daß die Schwebung nahe null ist. Je weiter ihr weg seid von der Originaltonhöhe, desto stärker die Schwebung und desto schneller.
    Am Anfang ist es sinnvoll sich auf den gleichen Ton, die Oktave, Quarten und Quinten zu konzentrieren, da sich hier die Schwebungen gut hören lassen.

    Ein Stimmgerät ist als Übungsmittel für Intonation kaum hilfreich. Man kann es nutzen, um zu sehen wie stark die Abweichung ist, aber wer Intonation mit einem Stimmgerät übt wird da nicht wirklich zu sinnvollen, praktischen Ergebnissen kommen, um diese zu hören, vorauszuhören und sie entsprechend verändern zu können.
    Intonation mit Stimmgerät üben ist wie der Versuch nach Gehör zu malen (etwas überspitzt formuliert).
     
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  3. slowjoe

    slowjoe Ist fast schon zuhause hier

    Hat da jemand Quellen?

    SkowJoe
     
  4. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    Ich weiß nicht, ob das "vernünftig" ist, aber am einfachsten erscheint mir zurzeit die Scale-Master App (hatte mir @Dreas empfohlen):

     
  5. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Für iOS gibt es auch eine Reihe von Tabla-Apps, mit denen man arbeiten könnte.
    Ich verwende iTabla Pandit, für ein anderes Programm gibt es ein youtube-Video:

     
  6. saxhornet

    saxhornet Experte

    Was mich an den Tabla apps stört, ist daß meist die Quinte mitgespielt wird und man das häufig nicht abschalten kann. Eine elektronische Shrutibox ist in Deutschland auch nur schwer zu bekommen.
     
  7. Werner

    Werner Ist fast schon zuhause hier

  8. saxhornet

    saxhornet Experte

  9. JES

    JES Ist fast schon zuhause hier

    Mir erschließt sich das Ganze nicht, sorry.
    Wenn ich Intonation üben möchte, dann lege ich mir den entsprechenden Ton auf den Lautsprecher und spiele den Ton auf dem Sax dazu. Der Ton kann von einem Tongenerator auf dem PC, oder dem keyboard kommen.
    Wenn ich Intonation im Zusammenspiel mit anderen üben möchte, dann bleibt mir m.E. nur, mein Instrument grundsätzlich zu stimmen, wie alle anderen Instrumente in der Gruppe auch. Im schnellen Zusammenspiel habe ich keine Chance etwas zu korrigieren (zumeist sind es ja Einzeltöne, die nicht genau zueinander passen), beim langsamen Spiel versuchen i.d.R. alle oder keiner zu korrigieren. Wenn da nicht gerade ein sauberes Referenzinstrument (Keyboard, Klavier, ev. Saiteninstrument) dabei ist, wer ist dann richtig und wer weicht ab?
    JEs
     
  10. ppue

    ppue Experte

    Was hast du gegen die Quinte?
     
  11. saxhornet

    saxhornet Experte

    Sie nimmt mir Möglichkeiten und kann ein Störfaktor sein. Spielt man die quarte zum grundton und der quinte kann es manchen anfänger verwirren wenn er dann die ganztonreibung zur Quinte hört. Wenn er intonation damit üben will wird das schwieriger.
     
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  12. ppue

    ppue Experte

    Ich weiß ja nicht, wie laut die Quinten in den Apps sind. Ich finde diese sitarähnlichen Dronen sehr gut zum Intonieren. Sie haben auffällig laute und in der Intensität schwankende Obertöne, somit auch eine recht laute Quinte. Wichtig ist, dass die Intervalle rein und nicht gleichschwebend temperiert sind.
     
  13. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Das klingt für mich ein bischen nach Pflichtangabe auf Beipackzettel: "Bei 1 % der Probanden, die weniger als zwei Jahre lernten, gab es Irritationen, die eventuell auf eine mitscheppernde Quinte zurückzuführen sein könnten."

    Im Ernst: Ich mag sehr die von Peter erwähnten Drones von Matt Otto, den an- und abschwellenden recht vollen und doch eindeutigen Sound. Das hat etwas meditatives, die Konzentration förderndes.

    Im richtigen Leben ist übrigens die Quinte auch immer dabei, obwohl doch auch da sauberes Intonieren angesagt ist, warum sollen da zum Üben sterile Labortöne besser sein?

    Gaga
     
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  14. Woliko

    Woliko Ist fast schon zuhause hier

    Ich hab's nochmals probiert und es funktioniert, sowohl mit Lautsprecher wie auch mit Kopfhörer.
     
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  15. saxhornet

    saxhornet Experte

    Ich muss hier doch nicht immer genau jedes Konzept und jedes Ding aufdröseln, das mir im Unterricht wichtig ist für meine Schüler und dann mehrere Beispiele von Übungen nennen oder?
    Es darf doch einfach mal reichen wenn ich sage, ich habe probiert und verglichen und es gibt Übungen, die Sinn machen und hilfreich sind, wo die Quinte stört. Mal abgesehen davon, daß ich es auch an einem Beispiel erklärt habe.
    Wer das mit der Quinte nutzen will, kann es ja machen. Ich bevorzuge es für den Unterricht ohne.
     
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  16. unterhose

    unterhose Schaut öfter mal vorbei

    Als ich heute diesen Thread gelesen habe kamen mir ähnliche Gedanken. Bevor ich aber ein Urteil fälle, würde mich interessieren ob man ohne weiteres zB. Schwebungen bei Terzen wahrnimmt,
    oder erfordert das eh schon ein ausgeprägteres Gehör, wodurch sich diese Drone-Übungen erübrigen?
     
  17. Dreas

    Dreas Ist fast schon zuhause hier

    Also, kann ja jeder halten wie er will.

    ICH konnte durch die Droneübungen meine Intonation deutlich verbessern.

    Und ja, mit ohne Quinte fühlt sich für MICH besser an.
    (Gestern auf dem Soundworkshop in Stralsund mit @saxhornet probiert).

    CzG

    Dreas
     
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  18. ppue

    ppue Experte

    Nein, Schwebungen nicht direkt. Die sind zu schnell. Man erkennt eine gewisse Rauhheit der Terz.

    Nun weicht z.B. die große Terz auf dem Klavier doch um einiges von einer reinen Terz ab im Schwingungsverhältnis 5:4 ab. Die vom Klavier ist man aber durchaus auch gewohnt und so ist es nicht so einfach zu hören und zu bestimmen, wo für "richtige" Terz sitzt.

    Praktisch heißt das: Wenn du eine Drone in C hast und du spielst nach Stimmgerät ein E dazu, dann ist das die Terz, wie man sie vom Keyboard gewohnt ist. Spielst du aber ein E um 14 Cent tiefer, dann kommt man auf eine reine große Terz im Verhältnis 5:4 und die sollte besser klingen.

    Kommt noch schlimmer: Nimmst jetzt ne Drone in Db und spielst das gleiche E, welches nun die kleine Terz bildet. Damit die rein klingt, musst du sie 16 Cent höher intonieren. Zwischen den beiden reinen E's liegen nun 30 Cent, knapp ein Drittel vom Halbton!
     
  19. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Was aber auch nichts macht, weil es ja nur um das Finden des Spots geht, wo es gut klingt.
    Zusammen mit dem zu tiefen Flügelhorn oder der zu hohen Posaune.
    Was das Stimmgerät anzeigen würde interessiert ja eh keine Sau.
    Ich glaube auch nicht, dass Herr G. unabsichtlich so intoniert wie er es tut.

    Cheers
     
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  20. unterhose

    unterhose Schaut öfter mal vorbei

    Soweit mir bekannt, werden Klaviere aber nicht rein gestimmt.

    Edit: ich meinte, das E des Keyboards bzw. Klaviers ist nicht dasselbe wie das E des Stimmgeräts.