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Üben mit Drones

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Mugger, 12.Juli.2012.

  1. ppue

    ppue Experte

    Heutzutage nicht mehr, ja.

    Das sollte es aber sein. Das Stimmgerät ist nicht rein, sondern gleichschwebend temperiert.
     
  2. Werner

    Werner Ist fast schon zuhause hier

    kommt auf das stimmgerät an. die mW kostenlose android-app gstrings bietet eine vielzahl von temperierungen, gefühlt etwa 30, darunter kirnberger 1 bis 3, werckmeister 1 bis 4 usw


    http://www.swing-jazz-berlin.de/
     
  3. ppue

    ppue Experte

    Ui, super. Danke für die Info.
     
  4. Werner

    Werner Ist fast schon zuhause hier

    ich seh grad, man kann sogar eigene Stimmungen eingeben. Duftet Teil


    http://www.swing-jazz-berlin.de/
     
  5. ppue

    ppue Experte

    So lange es nicht stinkt (-;
     
  6. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Moin!

    Im Prinzip kann man heutzutage doch alles stimmen, wie man will: Stimmgeräte, Digitalpianos, Synthis, ... wenigstens ein Gebiet, wo Digitaltechnik mal Vorteile hat. :) Die Mühe macht sich vermtlich keiner. Bei meinem Digitalpiano (über 15 Jahre alt, derzeit dauerhaft verliehen) gab es 12 fertige Stimmungen oder so und die Möglichkeit, eigene Stimmungen zu erstellen. Yamaha DX 7II (BJ 1987) konnte das auch schon. Alles kein Hexenwerk.

    Man sich auch seine Drones selbst programmieren (Supercollider, Chuck, Pure Data), aber das ist was für Freaks. Dann hätte man die Wahl: mit oder ohne Quinte und wenn mit, welche denn. :)

    Grüße
    Roland
     
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  7. TootSweet

    TootSweet Ist fast schon zuhause hier

    Es gibt Drones OHNE mitklingende Quinte, etwa von Raymond Johnson.

    Die haben den Vorteil, dass man z. B. problemlos auch Akkorde und Tonleitern mit verminderter oder übermässiger Quinte dazu spielen kann (Dim- oder Alt-Scales oder exotischere).
     
  8. saxhornet

    saxhornet Experte

    Ohne Quinte und vom tiefen A beim Bariton bis zum hohen G beim Sopran, wäre mein Wunsch.
    Wird wohl nicht erfüllt, wenn ích sie nicht selber bastel.:)
     
  9. ppue

    ppue Experte

    Und wie sollen die klingen?
     
  10. JES

    JES Ist fast schon zuhause hier

    Wo ist dann der Nutzen?
    Auf was soll ich dann meinen Ton hin korrigieren, auf den mathematisch korrekten Abstand oder auf den Abstand, der am besten paßt?
    Am Ende läuft es doch darauf hinaus, dass es im Satz passen muss, ob mit oder ohne Drones und jeder, der Abweichungen nicht hört, bekommt beim Korrigiern grundsätzlich Probleme.
    JEs
     
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  11. unterhose

    unterhose Kann einfach nicht wegbleiben

    Eines ist mir noch aufgefallen:
    Wenn ich jetzt mit einem Klavier zusammenspiele, dann betrifft mich das doch nicht, weil das E des Klaviers immer dieselbe Tonhöhe hat.
    Wieso soll ich jetzt davon abweichend das E anpassen?
     
  12. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Das kommt darauf an, was das Klavier spielt. :)

    Grüße
    Roland
     
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  13. ppue

    ppue Experte

    Gute Frage. Du kannst deine Töne nur nach dem richten, was um dich drum herum passiert. Im Saxophonquartett kann man in reiner Stimmung spielen (so man kann). Zu Akkorden auf dem Klavier eher gleichschwebend. Macht das Klavier aber nur einen Bordunton, dann kannst du wiederum reine Intervalle spielen.

    Will man richtig intonieren, so braucht man gute Ohren, die hören können, wann dir ein Intervall gut gefällt. Egal, in welcher Umgebung. Und das gute Gehör bekommt man unter anderem, wenn man sehr konzentriert und aufmerksam zu Dronen spielt.
     
  14. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Exakt das meinte ich. :)

    Grüße
    Roland
     
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  15. ppue

    ppue Experte

    Exakt das dachte ich mir. :)

    Grüße
    Peter
     
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  16. JES

    JES Ist fast schon zuhause hier

    @ppue
    Danke, für die Erklärung, auch wenn ich es immer noch nicht klar habe.

    Anders gefragt:
    Intonation ist doch die richtige Tonhöhe, richtig?
    Der Begriff "richtig" läßt sich, so wie ich es verstanden habe, mathematisch auf Basis von rechnerischen Intervallen definieren, oder aber über den Vergleich mit anderen Instrumenten bzw. Tonquellen um mich herum, mit denen ich zusammen spielen möchte.
    Erstere Definition ist eine absolute, letztere eine relative.
    Brauchen, im Alltag, tue ich m.E. nur letztere, da erstere here theoretisch ist und vielleicht noch in einigen synthetischen Instrumenten umgesetzt ist.
    Aber egal wie, Probleme mit der Intonation bekomme ich doch nur im Vergleich z.B. beim Zusammenspiel mit anderen Instrumenten.
    Darunter sind dann welche, die man rel. leicht korrigieren kann, wie das Saxophon, und welche, die schwer bis gar nicht zu korrigieren sind wie z.B. ein Keyboard oder Klavier. Ob bei letzteren die Intervalle jetzt wirklich stimmen ist völlig egal. Sie geben den Ton an und ich kann mich dem anpassen, sie sich an mich nicht. Wie es bei Blechbläsren aussieht, k.A., m.W. sind die starr bis auf die Basisstimmung über das Mundstück (also raus tiefer, rein höher).
    Wenn das jetzt alles soweit richtig ist, dann habe ich zur Korrektur doch m.E. nur 2 Möglichkeiten:
    1. ich merke mir für jeden Ton die Abweichung meines Saxophones zum vorgegebenen Referenztons vom z.B. Klavier, oder
    2. ich muss aus dem Zusammenspiel heraushören, ob ich gerade im vergleich zum Referenzinstrument zu hoch oder zu tief liege und korrigieren.
    Ich sehe nicht, wie mir Eure Drones an dieser Situation irgendwie helfen oder die Sachlage irgendwie ändern.

    Falls ich also mit meinen Überlegungen richtig liege, dann kann ich Intonation zu jeder vorgegebenen Referenzquelle üben, also Playalong, Keyboard, Tongenerator etc.. Ich brauche dazu keine Drones. Oder wo ist der Vorteil?
    JEs
     
  17. JES

    JES Ist fast schon zuhause hier

    Ach noch so ein Gedankengang:
    mir nützt es doch nichts, wenn mir das Intervall gefällt, wenn die starren Referenzinstrumente einen anderen Frequenzabstand vorgeben. Dann liege ich, trotz tollem Klang, immer noch daneben und es klingt im Zusammenspiel Sch..
     
  18. ppue

    ppue Experte

    Ja, soweit alles richtig.

    Natürlich übt alles irgendwie die Intonation. Der Vorteil der Dronen ist, dass du dich ausschließlich auf deine Tonhöhe konzentrieren kannst ohne noch Melodien oder Rhythmus spielen zu müssen. Der Vorteil ist weiterhin, dass du zu nur einem durchgängigen Ton spielst, also viel Zeit hast, die richtige Tonhöhe zu finden. Das Klavier macht keine langen Klänge. Da ist schon ein Orgelton oder ähnliches besser. Ein Playalong hat ständig andere Akkorde.

    Wenn man sowieso Longtones übt, dann macht das auch Sinn, sie zu der Drone zu spielen. Ist ja kein Mehraufwand.
     
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  19. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @JES

    Es geht um die Schulung des Gehörs. Wenn ich Longtones zu Drones spiele lerne ich Abweichungen zu hören und zu korrigieren. Ich lerne wie es klingt, wenn ich exakt auf Tonhöhe bin oder nicht und damit trainiert es auch die Fähigkeit z.B. in der Band relativ zu den anderen Instrumenten richtig zu intonieren.

    Ich kann üben, wie ich z.B. über die Zungenstellung kleine Abweichungen korrigieren kann.

    Ich kann mich ganz auf's Hören konzentrieren und habe Zeit, da der Referenzton sehr lang ist.

    CzG

    Dreas
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.Januar.2017
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  20. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Ja, aber er hängt nicht in der Luft, sondern ist damit verbunden, wie unser Gehör funktioniert und welche Obertonstruktur unsere Instrumente haben. Das ist mehr als nur mentale Masturbation. :) Dazu muss aber noch die Begriffe 'kritische Bandbreite' und 'Kombinationston' kennen.

    Kurz gesagt:
    Wenn ich einen vorgegeben Ton habe und intoniere 'richtig' dazu, dann liegen die Kombinationstöne innerhalb der kritischen Bandbreite => es klingt richtig, angenehm

    Aber:
    - Wenn ich aber Instrumente mit inharmonischem Spektrum habe, dann werden andere Intervalle als 'angenehm' empfunden, siehe Gamelanmusik.
    - Das Klavier hat übrigens noch die Eigenart, dass bereits der 16. Oberton ca. einen Viertelton höher ist als die vierfache Frequenz des Grundtons, da die Saitendicke nicht vernachlässigbar ist.

    So nur als kleine Anmerkung.

    Grüße
    Roland
     
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