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Wie lernt man Stücke am besten auswendig?

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Saxoryx, 16.Mai.2017.

  1. Saxoryx

    Saxoryx Ist fast schon zuhause hier

    Ich spiele viele Stücke aus dem Real Book, habe sie schon x-mal gespielt, aber wehe, ich habe keine Noten ... Dann kann ich keins der Stücke spielen, obwohl ich sie nach so oft Spielen doch eigentlich schon auswendig können sollte.

    Ich habe immer wieder versucht, die Stücke auswendig zu lernen. Den ersten Takt immer wieder, dann den zweiten Takt dazu, den nächsten Ton dazu usw. Teile, die ich nicht so gut konnte, separat gespielt, immer wieder geübt, aber ich bekomme nicht ein einziges Stück in meinen Kopf.

    Witzig ist, auf dem Klavier geht das ganz schnell. Ich spiele eine Melodie ein paar Mal, und schon kann ich sie auswendig.

    Was macht es auf dem Saxophon so schwer, frage ich mich? Warum kann ich mir die Töne nicht merken? Die Melodie kann ich natürlich singen, kein Problem. Die Standards kennt man ja praktisch alle schon vom Hören. Aber die Töne sperren sich. Solange ich Noten habe, kein Problem. Ohne Noten - keine Chance.

    Ich habe dazu ein Video gefunden:


    Er empfiehlt, man soll die Notennamen singen. Das habe ich jetzt noch nie versucht, weil ich die Notennamen ja kenne. Aber ist das vielleicht der Trick, um sich die Töne zu merken?

    Was ich bei ihm sehr schön finde, ist der singende Ton, den er beim Spielen hat. Sehr weich und warm und wirklich fast, als ob die Melodie gesungen würde. Ich frage mich, wie man so einen singenden Ton bekommt. Mein Klang hat sich schon sehr verbessert durch verschiedene Übungen, aber so singend zu spielen ... das wäre noch mein Traum. :)
     
  2. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Moin!

    Hast Du eine Vorstellung, wenn Du z.B. eine kurze Phrase im Kopf hast, wie Du sie spielst?

    Grüße
    Roland
     
  3. sachsin

    sachsin Ist fast schon zuhause hier

    Zuletzt bearbeitet: 16.Mai.2017
  4. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Beim Klavier hast Du auch eine "optische" Unterstützung
     
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  5. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Hallo @Saxoryx

    Was erwartest Du jetzt?

    Wieder Tips, die Du nicht liest oder ignorierst?

    Oder wo Du dann doch wieder weißt warum das bei Dir alles nicht funktioniert?

    CzG

    Dreas
     
  6. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    Wenn ich es auswendig spielen will, dann lerne ich das Lied ohne Noten. Einfach zuhören und dann nachspielen. Ok am Anfang sind ein paar Töne falsch, aber dann geht es immer besser. Ein Lied, das ich so gelernt habe, kann ich immer wieder auswendig spielen....
     
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  7. last

    last Ist fast schon zuhause hier

    Tja - wenn das so einfach wäre... dann wären wir wohl alle kleine @Wuffy s...

    :(last
     
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  8. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    mein Freund quält mich immer.... einmal haben Abends bei Rotwein am Gardasee in der Sonne "on the Sunny Side of the Street" herausgehört... das vergisst man nie wieder...er hat nicht nachgelassen...bis ich es konnte
     
  9. annette2412

    annette2412 Moderatorin

    Das geht....wahrscheinlich dauert es bei uns "nur etwas" länger als bei Wuffy;)
    Ich mache das ganz oft .....wenn man erst mal den Anfang gefunden hat, geht der Rest -fast- wie von selbst! :cool:
    Ich stell' mir dann immer nur die Frage, in welcher Tonart ich es gefunden habe....:rolleyes:

    Liebe Grüße
    Annette
     
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  10. sachsin

    sachsin Ist fast schon zuhause hier


    In welcher Tonart nur.... ?? Das ist auch bei mir die Stelle, wo das Problem schon beginnt beim Nachspielen wollen.
    Gibt es da Tipps, wie man die richtige Tonart heraus hört, also findet für den Anfang ?

    :-?
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.Mai.2017
  11. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    letzter Ton...Lage der Halbtonschritte??
     
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  12. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Wofür braucht ihr die Tonart, wenn ihr "nach Gehör" nachspielt?

    Macht ihr euch Gedanken um die Tonart, wenn ihr nachsingt, -summt?

    @annette2412 , @b_nic , @sachsin
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.Mai.2017
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  13. sachsin

    sachsin Ist fast schon zuhause hier

    ähmmm - nein, da summ / sing ich einfach mit ... mit meiner Stimme.

    Ich brauch wohl noch etwas Gehörbildung, um den ersten Ton auf dem Sax zu finden bzw. zu übertragen ;)
    Vielleicht ein typisches Problem der Späteinsteiger einfach "loszulegen" ....:( die Hürde nehmen ? Danke @47tmb :)

    Letztendlich werden hier mittlerweile zwei verschiedene Baustellen besprochen:
    Einmal, wie man von den Noten wegkommt.
    Das andere Problem ist, wie man ein Stück sich erhört, ohne die Noten zu kennen.

    Beides versuche ich zu trainieren. Das Auswendig spielen gelingt mir dabei immer besser - immerhin schon mal ein Lichtblick :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.Mai.2017
  14. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Das verstehe ich nicht, wenn ich eine Melodie spiele, dann habe ich doch die Tonleiter, die Halbtonschritte usw, Kreuze und wo es sich entspannt ist doch mein tonales Zentrum .

    Ich beneide immer Leute die so schnell neue Noten auf Papier erfassen können.Mein Pianist ist so jemand, der hat das Stück noch nie gesehen und hackt das fehlerfrei in dreifacher Geschwindigkeit in die Tastatur :)
     
  15. Siggi

    Siggi Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,
    das ist ein echt guter Ansatz, werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.
    Mit den Tönen habe ich nicht so das Problem, es sei denn wenn ich nervös und aufgeregt bin.
    Das heißt für mich, ich bin nicht im "hier und jetzt", bin mit den Gedanken bei allem Möglichen und Unmöglichen.
    Wenn wir mit der Band proben versuche ich immer wieder zu improvisieren, das klappt auch ab und an ganz gut.
    Doch wenn es dann ernst wird, bin ich mit den Gedanken nicht bei und in meiner Musik, dann klappt das irgenwie nicht mehr...und ich bleibe an den Noten kleben.

    Beim auswendig spielen habe eher das Problem mit dem Metrum, mit dem Grundbeat bzw. mit den Zählzeiten.
    Ich neige dazu die Takte zu verlängern oder zu verkürzen...
    Der Workshop von Peter Wespie hat mich da schon ein ganzes Stück nach vorne gebracht, doch der Weg ist noch weit und vielleicht auch das Ziel ;-)

    Den weichen Ton kann ich mir nur durch den montierten Putzlappen auf den Klappenschutz erklären.
    Das probiere ich auf jeden Fall auch mal aus :)

    Ansonsten könnte es auch an dem Hall und sonstigen zugemischten Effekten liegen ;)

    Viele Grüße
    Siggi
     
  16. Woliko

    Woliko Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Saxoryx,

    wie @sachsin schrieb, damit kämpfen viele. Ich habe mir mühsam ein kleines Repertoire angeeignet, indem ich von einem Stück Takt für Takt bzw. Grupen von Takten auswenig gelernt/gespielt habe und dann die Takte/Taktgruppen zusammengefügt habe. Wenn ich ein Stück dann intus hatte, habe ich es anfangs jeden Tag wiederholt. Trotzdem passiert es mir nach einer längeren Pause, dass ich das Stück dann erst wider einmal vom Blatt spielen muss.

    Man sagt ja, wenn du einen Ton spielst, musst du von den Klang vorher eine Vorstellung im Kopf haben, um den richtigen Sound zu bekommen. Umgekehrt ist es beim auswendig Spielen wohl so, dass Du den Klang im Kopf haben musst, um dann die richtige Klappe zu drücken. Meine Lehrerin übt das mit mir, indem sie einen Ton spielt und ich muss ihn nachspielen. Vielleicht ist das ja ein Weg, um die Melodie, die Du im Kopf hast, in entsprechende Töne auf dem Instrument umzusetzen, zu üben ( es muss ja nicht unbedingt eine Lehrerin/ ein Lehrer sein, die/der das mit Dir übt).

    Schöne Grüße
    Woliko
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.Mai.2017
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  17. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

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  18. ppue

    ppue Experte

    Das ist das A und O: Lernen, das innere Ohr oder Töne einer andere Quelle direkt mit den Fingern zu verbinden. Singen lernen und lernen, Gesungenes, eins zu eins am Instrument umzusetzen.

    Stellen, an denen man gerne rausfliegt, weil vielleicht ne längere Pause davor war, kann man sich auch übers Notenbild einprägen oder farbig anmalen. Je mehr Assoziationen ein Ton an einer Stelle hat, desto sicherer ist er abrufbar.
     
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  19. annette2412

    annette2412 Moderatorin

    Nein, natürlich nicht - hab mich vielleicht unklar ausgedrückt..
    Es ist ja möglich, ein Stück in 12 Tonarten zu spielen (nicht nachzuspielen) - ich frage mich dann immer, welche der 12 ich "erwischt" habe.

    Liebe Grüße
    Annette
     
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  20. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Ja doch. Wenn man nachspielt - nicht singt - sollte man erst mal die Tonart rauskriegen. Dann fällt der Rest viel leichter.

    Beim Auswendigspielen in der Band/auf der Session muss es natürlich auch stimmen. Also braucht man auch da die Tonart und den ersten Ton.

    LG Helmut
     
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