Daily Exercises Jazz

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von catflosse, 26.März.2025.

  1. bthebob

    bthebob Strebt nach Höherem

    @DietmarB
    Schade, da entgeht dir was.

    Das "Nudeln" macht viel mehr Spass, wenn man gezielt bestimmte Sachen übt.

    Natürlich zugeschnitten auf seine eigenen Bedürfnisse
    und seinen persönlichen Stand, Sax-technisch gesehen.

    Das hat nichts mit Jazz oder nicht Jazz zu tun.

    Ob Blaskapelle, Schlager-Combo oder klassisches Bläser-Quartett ...

    Fis-moll bleibt fis-moll. :D

    VG
     
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  2. Sax Ralf

    Sax Ralf Ist fast schon zuhause hier

    Moin, moin

    es ist natürlich nicht in jeder Musikrichtung für die Ausführung von gleicher Bedeutung ob man Musiktheorie verstanden hat oder nicht da hat DietmarB recht denke ich.

    Für die Ausführung jeglicher Musik ist es aber ohne Frage sehr günstig für die Spieltechnik sich in praktischer Art mit den verschieden Tonleitern zu beschäftigen,
    wenn man das so wie so schon macht ist die Theorie dann auch gar nicht mehr so weit weg.
    Mir haben meine theoretischen Kenntnisse bisher nicht geschadet und manchmal ist es auch ganz schön wenn einem der Druckfehler in den Noten nicht nur gehörtechnisch auffällt sondern man auch in der dritten Stimme sofort sieht welcher Ton der richtige wäre in dem Zusammenhang. Erspart jede Menge Ausprobiererei, was mir als echtem Faultier ja sehr entgegen kommt!

    Das würde aber ein ernsthaftes spielen der Leitern voraussetzen, kein gelangweiltes "nudeln". Aber so war das vermutlich auch nicht gemeint, weil unkonzentriertes herunterspielen technischer Übungen bringt eigentlich nichts außer verschwendete Zeit oder bestenfalls "Spaß" beim spielen von Sachen die man so wie so schon lange kann was einen auch nicht wirklich weiter bringt.

    Viele Grüße Ralf
     
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  3. Lagoona

    Lagoona Ist fast schon zuhause hier

    Es wurden ja schon viele Beispiele genannt.
    Ich habe mit der Reihe " Die Härte" von Beat Wenger gearbeitet.
    Damit war ich anfangs überfordert, damals war mein Spielniveau noch nicht ausreichend für die anspruchsvollen Übungen.
     
  4. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Danke Ralf. Ich würde diesen Satz groß drucken und im Proberaum sichtbar aushängen. Ich hoffe, Du hast nichts dagegen).
    Liebe Grüße, Alex
     
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  5. bthebob

    bthebob Strebt nach Höherem

    "Unkonzentriertes Herunterspielen", .... ist doch gar nicht möglich ?

    Und "technische Übungen" ?
    Sind mir noch nie untergekommen.

    Was mir bekannt ist, ist unkonzentriertes Spielen oder Üben.

    Da muss ich nach wenigen Takten aufhören, weil ich nicht mehr weiß,
    wo ich "im Text" eigentlich bin.

    Egal ob notierter Notentext oder gespeicherte Tonfolgen-Text im Hirn.

    Beispiel:
    Auf einem Platz vor meinem Proberaum
    üben LKW-Fahrer das Rückwärtsfahren mit Anhänger.

    Gebe ich mich zuschauend am Fenster dieser -Vorführung-
    gedanklich zu sehr hin, ....

    spiele ich zwar weiter, merke aber sofort
    dass es ein "Rumnudeln" wird und muss neu ansetzten.

    VG
     
  6. Sachsofonist

    Sachsofonist Nicht zu schüchtern zum Reden

    es ist schon mehr find ich.
    https://jaybrandford.com/2017/04/09/one-note-on-the-saxophone-for-weeks-at-a-time/
    Yes, and tone quality. He’d blow one note all day long.

    es gibt eigentlich nichts was verschwendete Zeit ist beim Musizieren, alles bringt was, es geht eher um Effizienz.

    https://davidliebman.com/home/ed_articles/practicing-philosophy/
    Reward yourself by listening to how you played six months ago. YOU ARE BETTER!! At least in those things you were practicing. Anything you study will have to get better, unless you are brain dead!!

    Edit: Hab das Wort "unkonzentriert" etwas überlesen, von daher versteh ich schon deinen Standpunkt! Aber selbst dann macht man gewisse Fortschritte mMn, nur ideal ist es nicht. Aber wer will schon ständig unkonzentriert mit dem Saxophon spielen? :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 27.März.2025
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  7. bthebob

    bthebob Strebt nach Höherem

    Ein Gedanke noch zu ...
    "konzentriertes oder nicht konzentriertes Üben"

    Ich blasen seit Jahren ins Sax ....

    grade weil Musizieren ohne 100% Konzentration nicht funktioniert.

    Man kann nicht üben/spielen und dabei denken:

    "Hab' ich noch Butter im Kühlschrank ?
    "Geht die Welt bald unter ?"

    Ich sage zögernden Menschen immer, wenn sie mich fragen:

    "Soll ich jetzt, im hohen Alter und unmusikalisch noch dazu,
    mit Sax oder Klavier anfangen ?"

    Ja, auf alle Fälle !

    Ein Argument dabei:

    Diese absolute Fixierung auf das, was man im Moment des Musizierens tut,
    "schießt dich weg".

    Weg, aus einer Realität, die einen nicht immer "Hurra" rufen lässt
    und anderseits schwer zu beeinflussen ist.

    Es ist eine Art Meditation, die hilft.
    Wobei auch immer.

    Wenn's irgendwann auch noch toll klingt und sich wie Musik anhört

    .... um so besser !

    VG
     
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  8. jimi

    jimi Ist fast schon zuhause hier

    Wenn ich mir einige der Kommentare zu Nudeln anhöre, muss ich mich fragen, ob die Betroffenen jemals darüber nachgedacht haben, dass es für die meisten professionellen Musiker normal ist, die Kontrolle über ihr Instrument als eine Erweiterung ihres eigenen Körpers zu betrachten. Dazu kann ein zweites Instrument wie ein Saxophon gehören. Ich denke in erster Linie an Bläser, Flöte, Klarinette usw.:)
     
  9. Sax Ralf

    Sax Ralf Ist fast schon zuhause hier

    Moin, moin Sachsofonist

    Mir ist schon klar was Du meinst denke ich, und ob nun unkonzentriert überlesen oder nicht, natürlich gibt es da verschiedene Standpunkte, weiter oben ist das beschrieben was für mich persönlich funktioniert!
    Ich schätze z.B. diesen Herrn und das was er an Musik hinterlassen hat sehr würde die Übungsempfehlung beim Üben auf dem Bett liegend Fern zu sehen aber eher in die "Routinierungsphase" verlegen, das eigentliche erlernen des gezeigten Ablaufes wäre mir glaube ich sonst nicht möglich.

    Dem möchte ich zu mindest teilweise widersprechen, doch das geht wenn man Stücke spielt die die oben angesprochene "Routinierungsphase" schon vollständig durchlaufen haben.

    In der Blasband in der ich lange gespielt habe wurden den Winter über so ab Anfang November bis kurz vor Frühlingsanfang neues Material einstudiert.
    Am ersten Frülingssonntag war jedes Jahr der erste größere Auftritt ein Zeltfest mit zwei Bands, da wackelten die neuen Stücke oft noch ein wenig. Etwa 30 bis 35 Auftritte später am ersten Montag nach Erntedank beim meistens letzten größeren Auftritt auf einer Landwirtschaftsmesse liefen die Dinger dann sicher und rund. Ein Jahr später waren die "überlebenden" Titel die im Programm blieben dann meisten in der Abteilung "klappt immer und überall". Soll heißen ein Tablett Gläser fällt vom Tresen, die hübsche Wirtin kommt, oder der Kellner mit dem tollen Hintern (je nach dem) oder der Strom fällt aus, die Musik läüft weiter, Ausnahme vielleicht Erdbeben, aber auch nur vielleicht. ;)

    Da kann man dann schon die Einkaufsliste noch mal im Gedanken durch gehen oder ähnliches, eher banales Gedankengut.
    Es wäre vielleicht auch etwas viel verlangt wenn man erwartet das jemand der zum 200. mal in der Musicalaufführung spielt (Symophonie so wie so oder den x. Tourneemonat) noch bei jedem Ton mit wackenden Premiereknien da sitzt. Die sollten eigentlich bei der Premiere schon bestenfalls noch leicht angespannt sein, aber nicht mehr wackeln!

    Ich habe das ganze ja immer hobbymäßig betrieben und oft auch in dem was man so als Partybereich bezeichnet, also Gelegenheiten wo das Publikum ab und an auch mal ein Getränk zu sich nahm.
    Wenn man dann eine Stunde länger machen sollte und scherzes halber sagte: "das kostet aber eine Runde" und wenn als Anwort: "soviel ihr wollt wen ihr zwei Stunden macht" erhielt und es dann finanziell auch noch stimmte wurde das dann das eine oder andere mal auch ein recht lustige Zugabe.

    Manchmal fragte jemand wie man das so hinkriegt ohne das alles den Bach runter geht, klar geht das geht wenn Kunst von Können kommt!
    Nee, natürlich nicht!!! Unsere Frau Chef die auch die Titel raus suchte achtete damals wie heute peinlich genau darauf das in solchen Situationen nur Stücke aus der Rubrik "klappt immer und überall"
    auf die Pulte kommen. Der Gitarrist Hannes Bauer hat das mal mit den Worten "lernen jenseits der 1,5 Promille Grenze zu spielen" umschrieben , also alle unsinnigen Kunststücke weg lassen!!!

    Das ist natürlich nicht Sinn der Sache und schon gar nicht für den regelmäßigen Gebrauch zu empfehlen aber es belegt vielleicht ganz gut was mit Routine möglich ist.
    Ich bin aber der festen Überzeugung das der Weg dahin ohne Konzentration nicht möglich ist!!!

    Viele Grüße Ralf
     
    Zuletzt bearbeitet: 28.März.2025
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  10. bthebob

    bthebob Strebt nach Höherem

    Das ist ein entscheidener Satz. :)

    Natürlich laufen irgendwann Dinge auch unbewusst,
    mit antrainierter Routine ab.

    Es gibt die Anekdote über Jonny Hodges.

    Sie spielten mit dem Orchester einige Tage in der Royal Albert Hall.

    Er wettete mit einem Kollegen, dass er während seines Solos
    zählen könne, wie viele Fenster die RAH hätte.

    Noch während des Applauses für sein Solo
    flüsterte er ihm die richtige Anzahl ins Ohr.

    VG
     
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  11. Silver

    Silver Strebt nach Höherem

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  12. bthebob

    bthebob Strebt nach Höherem

    @Silver
    Sehr schön !

    Das wär doch mal eine wissenschaftlich untermauerte Studie wert:

    "Was denken professionelle Musiker beim konzertantem Vortrag" ? :D

    VG
     
  13. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier


     
  14. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    So, das kommt jetzt wie angekündigt an die Wand, vor der ich gewöhnlich übe. Damit ich nicht noch mehr Zeit verschwende, als es bereits der Fall war/ist.
    Dabei muss ich erwähnen, dass daran zu denken, welche Note nach welcher Note kommt, für mich genau so tödlich ist, wie an Übungsfremdes zu denken.
    Die einzige Möglichkeit, restlos bei der Sache zu bleiben, ist für mich, innerlich mitzusingen. Und zwar: in richtiger Stimmung, nicht nur musikalisch, sondern gefühlsmäßig. Dann hat kein einziger fremder Gedanke auch nur annähernd eine Chance.
    Aber vielleicht ist es nur meine Lösung.
    Screenshot_20250328_114313_WEBDE Mail.jpg
     
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  15. The Z

    The Z Ist fast schon zuhause hier

    Großartig!
     
  16. Sax Ralf

    Sax Ralf Ist fast schon zuhause hier

    Moin, moin @Alex_Usarov

    Ich finde das ja sehr schön, aber irgendwie ist es mir auch ein wenig peinlich.
    Trotzdem, vielen Dank!

    Viele Grüße Ralf
     
    Alex_Usarov gefällt das.
  17. khayman

    khayman Ist fast schon zuhause hier

    Ein Schriftsteller bedient sich Deiner Worte.... Geniesse den Ruhm!!! :)

    Disclaimer: Natürlich übertreibe ich ein wenig, aber ich möchte klarstellen, dass ich nichts in meinen Worten abwertend meine, was natürlich für alle Beteiligten gilt.
    Ganz im Gegenteil, wenn es @Alex_Usarov hilft fokussiert zu bleiben ist das doch toll.
     
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  18. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Ach @Sax Ralf , wenn man um fünfe oder gar nach Feierabend im Studio antanzt, ist doch sehr schön so etwas vor Augen zu haben. 2 Stunden vergehen, ganz gleich wie ich übe, aber das Ergebnis wird nicht gleich sein.
    Liebe Grüße, Alex
     
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  19. Alex_Usarov

    Alex_Usarov Ist fast schon zuhause hier

    Das einzige, dass ich Dir bis jetzt übel genommen habe, ist die Tatsache, daß wir, Stuttgarter, noch nie zusammen geübt haben.
    Eine angehende Pianistin wäre sofort dabei.
    :)
    20250325_200018.jpg
     
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  20. khayman

    khayman Ist fast schon zuhause hier

    Sehr schön!!

    Ja, daran habe ich auch schon gedacht. Ein bisschen Sorge macht mir allerdings, dass Du morgens um 5:00 übst..... ich melde mich gleich mal bei Dir.
     
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