Lust auf gebrauchte Conn´s?

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von Saxophon18, 29.März.2025 um 20:51 Uhr.

  1. JES

    JES Gehört zum Inventar

    [Ich denke mal uns hier sollte reichen, ob der Verkäufer berechtigt ist die Instrumente zu verkaufen, sprich, er ist Besitzer, oder nicht. Was er für steuerliche Probleme bekommt o.ä. geht uns nichts an. Das muss ich als Käufer nicht prüfen, weder bei einem gewerblichen noch privaten Verkäufer. In beiden Fällen kann man übrigens auch die Gewährleistung aussetzen. Vielleicht ist er in Ruhestand gegangen und verkauft sein Inventar....
     
  2. JES

    JES Gehört zum Inventar

    "Ab dem 1. März 2019 hat MROsaxophones seine Geschäftstätigkeit in den Niederlanden eingestellt: das Unternehmen wurde bei der Handelskammer abgemeldet. Die Instrumente sind in eine private Sammlung überführt worden.
    Alle Aktivitäten wie Überholung, Reparatur und Wartung für Kunden wurden eingestellt."
     
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  3. woomezz

    woomezz Schaut öfter mal vorbei

    Genau wie ich geschrieben hatte (nicht so erstaunlich - alles, was ich weiß und an Fakten geschrieben hab, hab ich ja von seinen Homepages der letzten 10 Jahre...). Den Vorwurf "bodenlose Frechheit" und justitiable "Verleumdung" fand ich daher etwas, nunja, stark formuliert. Aber so ist halt der Umgangston in den meisten Foren - warum sollte das hier anders sein.

    Die Instrumente, die er vorher als Gewerblicher verkauft hat (von der er selbst schreibt, dass er die meisten aus den USA importiert und teils überholt hat), verkauft er seit einigen Jahren als Instrumente aus seiner privaten Sammlung. Die Homepage war vorher wie nachher gut gefüllt mit alten und neuen Angeboten. Da hat sich nicht viel geändert seitdem. Außer halt, dass es seit 2019 als Privatverkäufer geschieht. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden (wie das steuerlich oder juristisch ist, ist mir wurscht wie gesagt. Ich vermute eh, dass das alles korrekt ist, denn er weist ja explizit darauf hin, wie die Konditionen sind. Geheim und verrsteckt ist da überhaupt nichts). Für mich als potenziellen Kunden sind das aber verschlechterte Bedingungen. Das hat mich skeptisch gemacht, so dass ich - wenn ich schon einen Privatverkauf eingehe - auch gleich bei einem Privatverkäufer aus dem Forum kaufen kann (im Übrigen hoch seriös, gut bekannt hier, mit Überweisung, Rechnung und hanseatischem Handschlag. Kann ich weiterempfehlen). Wenn er ganz normal weiterverkauft, jetzt aber privat statt gewerblich, wird er gute Gründe dafür haben - vermutlich halt die veränderten Konditionen, denen er als Privatverkäufer unterliegt. Ich weiß nicht genau, was daran eine Verleumdung ist.
    Jetzt da mal vorbeizuschauen und die Conns auszuprobieren und dann vor Ort Cash zu zahlen - dagegen spricht überhaupt nichts. Wenn ich nicht schon eins hätte...
     
    Zuletzt bearbeitet: 31.März.2025 um 21:52 Uhr
  4. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Jetzt unterstellst du vielleicht ungewollt, dass die Angebote schlechter sind als hier im forum. Ist das tatsächlich so? Wenn du von jemandem privat kaufst ist da immer ein gewisses Risiko. Da muss nicht mal eine Absicht dahinter stecken Mängel zu vertuschen, bei solch alten Instrumenten ist man nie sicher, dass der Zahn der Zeit nagt. Da muss man Lösungen suchen, hier wie da.
    Aber auch als Privatmann kann ich ggf Saxophone kaufen, überholen und weiterverkaufen. Ab einem gewissen Umsatz muss ich das beim Amt halt anzeigen, ab einem gewissen Gewinn dann auch versteuern. Warum soll man sich mit so etwas nicht die Altersversorgung aufbessern? Solche Instrumente müssen auch nicht schlechter sein als von manchem wannabe-schrauber, der gewerblich verkauft. Spätestens nach 6 Monaten hast du auch da Probleme Gewährleistungsansprüche durchzusetzen. Stichwort: Beweislastumkehr. Viel Spaß dabei.
     
  5. Soggi

    Soggi Kann einfach nicht wegbleiben

    :smil3dbd4e29bbcc7:ich sollte lesen lernen..... Wie peinlich.
    Danke für den Hinweis
     
  6. giuseppe

    giuseppe Strebt nach Höherem

    Ich fand die Anmerkung von @woomezz jetzt a) durchaus hilfreich und b) gar nicht so schwer zu verstehen. Beim ersten, zweiten UND dritten Mal. Und es gibt Dinge im Sortiment, die mich ansprechen, was sich durch die Anmerkung nicht verändert hat, mir aber besser hilft, das etwas ungewöhnliche Angebot einzuordnen. Wo das Problem ist, oder die Unterstellung, erschließt sich mir nicht ganz.
    Sei’s drum…
     
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  7. Tom.66

    Tom.66 Ist fast schon zuhause hier

    Als ich bei ihm war hatte er mehrere 26M.
    Das würde ich jederzeit dem 6M vorziehen.
    Die Ergonomie der geänderten Mechanik ist dem 6M in allen belangen überlegen.
    Ich hatte vier 6M, das jetzige 26M wird definitiv NIE ausziehen.
    ;)
    Er hat mir damals erzählt, dass er wohl Containerweise Instrumente importiert hat.
     
  8. Hünchen

    Hünchen Schaut öfter mal vorbei

    Hallo,
    genau das ist das Problem; du ordnest das Angebot aufgrund der Vermuten bzgl. des Geschäftgebarens.
    Woomezz: "Ob das wirklich seine private Sammlung ist, bezweifel ich etwas ...."

    Jemand, der seit Jahren namentlich bekannt ist und vermutlich schon einige Teile verkauft hat (irgend eine negative Rückmeldung dies bzgl. ?) wird erstmal angezweifelt.
    Gründe warum er kein Geschäft mehr hat, kann es viele geben.
    Und ja, wenn ein Geschäft abgewickelt wird kann die Ware und die Werkstatt in Privatbesitz übergehen.
    Ich plädiere nur für etwas weniger negativen Vipe, vor allem wenn man eigentlich nichts wirklich weiß. :)

    Ich kenne ihn nicht persönlich. Ich weiß nichts über seine Sammlung.
    Hatte mich 2021 bei ihm nach einem 10M erkundigt (ich war jung und dumm). Er hat mir abgeraten und meinte, ich soll erstmal ein paar Jahre auf einem modernen Instrument lernen. Danach kann ich (vielleicht) besser beurteilen, ob ich so ein altes Instrument überhaupt spielen möchte.

    :)
    Kleiner Hüne
     
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  9. giuseppe

    giuseppe Strebt nach Höherem

    Nein, ich ordne es überhaupt erst ein! Der Blick auf den Kleinanzeigen-Post sagt mir, dass es da 25 Conns für 9.999 € gibt, ohne Link auf eine Webseite, und da frage ich mich nur kurz, wie dieser Scam wohl funktionieren könnte und ziehe weiter.

    Dank @woomezz weiß ich, dass es eine reale Person ist, dass es eine Webseite seit vielen Jahren gibt, dass es ein Geschäft gab und das Geschäft seit 6 Jahren als Privatverkäufer agiert und was das für mich als potentiellen Kunden für meine Rechte bedeutet.

    Dass der Verkäufer durch den Wegfall der Pflichten eines Gewerbes Vorteile hat, muss man nicht belegen, das reicht für mich nicht als Unterstellung. Es ist Fakt. Seine Gründe sind seine Sache und die Preise sind gut und am Ende wohl einem Privatverkauf angemessen. Für die Gewährleistung beim Händler muss ich auch meist etwas mehr hinlegen. Also alles ok.

    Jetzt kann ich das Angebot in dem Wissen anschauen, dass es real ist und weiß, dass ich bei Interesse besser vor Ort testen sollte, da ich nicht mit einer Rücknahme rechnen kann.
     
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  10. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Ich lerne am liebsten auf einem NW1. Über die Ergonomie brauchen wir nicht diskutieren, über die Optik auch nicht (das ding sieht aus wie hinterm auto einmal durch den ort gezogen), aber mich motiveren der Sound und diese unglaubliche Flexibilität (Dynamik, Ansprache, geringer gegendruck) das Ding immer wieder aus der Kiste zu holen und zu spielen.... Der Rat war vernünftig, aber vllt nicht unbedingt gut.
     
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  11. Tom.66

    Tom.66 Ist fast schon zuhause hier

    Früher war nicht alles besser, die Ergonomie der Saxophone auf gar keinen Fall, ABER der Sound war nicht so Uniform wie heute. Ich habe viele alte Saxe gespielt und kann @JES nur bestätigen. Es gibt viele alte Saxophone, die tlw weit unter Wert gehandelt werden und trotzdem tolle Hörner sind. Und 1935 haben auch Menschen Saxophon gelernt, trotz "schlechter" Ergonomie, und oftmals nicht schlecht....;)
     
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  12. ehopper1

    ehopper1 Strebt nach Höherem

    Ist doch ganz einfach:
    Wenn ich ein großer Fan von Conn wäre, würde ich Kontakt mit dem Anbieter aufnehmen und einen Termin ausmachen zum Testen.
    Ausprobieren kostet ja zunächst mal nichts, außer natürlich den anfallenden Fahrtkosten.
    Man könnte die Reise aber auch mit ein paar Tagen Urlaub verbinden.
    Und vielleicht hätte man am Ende DAS Trauminstrument in der Hand.

    LG
    Mike
     
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  13. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Die "Ergonomie" eines Conn Altos z.B. ist für mich das geringste Problem - auch nicht die des 6M. Wenn ich ein Klassiker wäre würden mich vielleicht manche Sachen stören, so gar nicht.
    Was für mich ein (kein KO-) Kriterium ist, dass die Dinger einfach wartungsaufwändiger oder schwerer konsistent einstellbar sind, dass ich für alles was Selmer-Style ist einen fantastischen Saxdoc habe, der aber immer stöhnt, wenn ich mit einem Vintageteil daherkomme.
    Und vielleicht auch die Krümmung des Bogens, aber nicht wirklich.
     
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  14. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Ich gebe zu, ich hatte noch nie ein Conn in der Hand. Was ist denn daran wartungsaufwendiger? Ist das nicht vom Grundsatz genau so oder ähnlich gebaut wie heutige Hörner.
     
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  15. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Korken statt Schrauben zum einstellen?
     
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  16. JTM

    JTM Ist fast schon zuhause hier

    Ah ok,das braucht Mehrarbeit,danke dir
     
  17. Analysis Paralysis

    Analysis Paralysis Ist fast schon zuhause hier

    Ich mein - ich bin kein Vintage-Experte, und ich mag den Sound, der für mich schon merkbar unterschiedlich ist, aber es muss halt für meinen Anspruch wirklich ordentlich gemacht worden sein.
    Der Kollege spielt auch schon was Modernes, hier klingt er für meine Ohren großartig - und eigentlich "zeitlos".

     
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  18. giuseppe

    giuseppe Strebt nach Höherem

    Genau das. Dank syntethischem Kork ist das besser geworden und hält länger. Wenn es mal sitzt, dann passt das schon eine Weile.
    Aber eine gute Kopplung zwischen rechter Hand und Bis-Key (mit korrektem Gis-Schluss) kostet mich deutlich mehr Geduld als das Schräubchen beim Selmer. Schmirgelpapier schleift im Gegensatz der Schraube auch nur in eine Richtung...
     
  19. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Das stimmt so nur halb. Selbst wenn du Schrauben hast drücken die nicht Metall auf Metall, oder? Da ist m.W. immer was zwischen, was entkoppelt. Der kork selbst, wenn einmal gut gemacht, verändert sich wenig.
    Für einen saxdoc ist eine GÜ unbequemer. Ja, das mit den Korken, die man passend schleifen muss ist das eine, die alten conn haben auch keine einstellbaren filzstopper. Auch die müssen passend geschnitten werden. Letztlich ist die Mechanik bei den alten conn, vor 6M, weicher, so dass diese bei etwas grobmotorischer Behandlung gerne mal verbiegt.
    In Summe wird damit der Aufwand für den saxdoc geringfügig höher.
    Je nachdem kommt dann aber, dass der saxdoc ev auf 10 yamaha/jupiter/selmer eine vintagekanne bekommt, die auch nicht gleich oder auch nur ähnlich sind, und er jedesmal sich reinfuchsen muss... da haben einige keine lust.
     
  20. Sandsax

    Sandsax Gehört zum Inventar

    Genau diese Einstellung über den Austausch oder das Beschleifen von Kork hat Conn ja beim 26 und 30 M durch die justierbaren Drehteller sehr aufwendig gelöst.

    Nun können auch die sich leider verstellen und die Instrumente würde ich wirklich nur ausgesuchten Saxdocs in die Hände geben.
     
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