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Üben mit Drones

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Mugger, 12.Juli.2012.

  1. Mugger

    Mugger Guest

    Hallo,

    in meiner gestrigen Saxophonstunde habe ich mit meinem Lehrer über das Thema Intonation/Obertöne gesprochen.
    Ausgehend von einer Aussage David Demseys (einem Schüler Joe Allards), dass das Saxophon eines der Instrumente sei, wo ein Ton alleine verstimmt klingen kann :)
    Wir haben dann über Obertonstruktur und das Fehlen oder die Überbetonung bestimmter Obertöne gesprochen.
    Dann kam die Rede auf folgende CD, die mir recht nützlich erscheint:

    http://raschwartz.wix.com/the-tuning-cd#!purchase

    Bei Amazon oder iTunes kriegt man sie leider nicht, bei goprotunes funktionierts. Ich hab sie mir grade gekauft und habe vor, damit Töne und Intervalle als Aufwärmübung zu spielen.

    Gratis gibt es hier etwas zu dem Thema:

    http://davidvaldez.blogspot.co.at/2010/09/drone-exercises.html

    Ich habe mal ein paar Intervalle demonstriert und teilweise nicht korrekt intoniert (absichtlich :))

    http://dl.dropbox.com/u/6518653/Drone.mp3

    Ich denke, dass diese Übungen mehr Sinn ergeben als einfach Töne auszuhalten, oder die Intonation mit einem Stimmgerät zu kontrollieren (für mich wohl das sinnloseste aller Unterfangen).







    Mugger
     
  2. saxhornet

    saxhornet Experte

    Gar nicht schlecht ist die CD von Trent Kynaston zum Intonationstraining mit Drones vom echten Saxophon (geloopt).

    Ein Tuner zum Intonationstraining ist komplett sinnlos, da hier das Auge und nicht das Ohr trainiert wird (ähnlich dämlich wie die Leuchtdioden an Metronomen).
    Wer nicht lernt es vom Ohr her anzupassen kann es live nicht anwenden. Wenn man sich lange damit beschäftigt hat dann kann es aber durchaus auch einem passieren wie mir und man bekommt wenn man zu schlecht intonierte Noten hört Zahnschmerzen (kein Witz).
    In Verbindung mit Drones lernt man auf das Schwingungsverhältnis der Töne zueinander zu achten. Das geht gut mit Primen, Oktaven, Quarten und Quinten. Auch Dreiklänge in Dur und Moll können eine gute Übung hierfür sein. Ein Tuner kann am Anfang nur helfen wenn man keinerlei Ahnung hat ob man stimmt oder nicht und nicht weiss ob man die Tendenz hat zu hoch oder zu tief zu sein, man sollte dann aber schnellstmöglich auf ihn verzichten.
    Wichtig ist dabei aber auch wie die Intonationskorrektur ausgeführt wird, hierbei ist es meist nicht so sinnvoll mit dem Ansatz massiv zu arbeiten sondern sich auf die Zungenmitte mit der Formung von Konsonanten und deren Einfluss auf die Intonation und den Kehlkopf/die Stimmbänder (was sich kaum bewust üben lässt wo aber reine Mundstückübungen sehr hilfreich sind) eher zu konzentrieren.
     
  3. Mugger

    Mugger Guest

    Servus,

    ich weiß, dass Du es weißt.. :)
    Da die Fragen zur Intonation hier aber immer wieder aufzutauchen scheinen wollte ich es mal vertiefen, damit die saxende Allgemeinheit was davon hat und es nicht nur immer um Mundstücke und deren Sound und Intonation geht :peace:

    Liebe Grüße
     
  4. saxhornet

    saxhornet Experte

    War auch nur ergänzend zu dem was Du schon gesagt hast gedacht. Drones sind super nur viele kenne sie nicht und wissen nicht wie man sie benutzt, sie können aber den großen Unterschied ausmachen. Gut das mal Jemand drauf hinweist.
    Liebe Grüße
    Saxhornet
     
  5. Mugger

    Mugger Guest

    Servus,
    übrigens habe ich ganz unten in meinem Notenhaufen das Buch von T.Kynaston gefunden.
    Werde es mir im Urlaub mal zu Gemüte führen. Danke für den Anstoß.

    Grüßle
     
  6. Gast

    Gast Guest

    @Saxhornet

    ""
    Gar nicht schlecht ist die CD von Trent Kynaston zum Intonationstraining mit Drones vom echten Saxophon (geloopt).

    Ein Tuner zum Intonationstraining ist komplett sinnlos, da hier das Auge und nicht das Ohr trainiert wird (ähnlich dämlich wie die Leuchtdioden an Metronomen).
    Wer nicht lernt es vom Ohr her anzupassen kann es live nicht anwenden. Wenn man sich lange damit beschäftigt hat dann kann es aber durchaus auch einem passieren wie mir und man bekommt wenn man zu schlecht intonierte Noten hört Zahnschmerzen (kein Witz).
    In Verbindung mit Drones lernt man auf das Schwingungsverhältnis der Töne zueinander zu achten. Das geht gut mit Primen, Oktaven, Quarten und Quinten. Auch Dreiklänge in Dur und Moll können eine gute Übung hierfür sein. Ein Tuner kann am Anfang nur helfen wenn man keinerlei Ahnung hat ob man stimmt oder nicht und nicht weiss ob man die Tendenz hat zu hoch oder zu tief zu sein, man sollte dann aber schnellstmöglich auf ihn verzichten.
    Wichtig ist dabei aber auch wie die Intonationskorrektur ausgeführt wird, hierbei ist es meist nicht so sinnvoll mit dem Ansatz massiv zu arbeiten sondern sich auf die Zungenmitte mit der Formung von Konsonanten und deren Einfluss auf die Intonation und den Kehlkopf/die Stimmbänder (was sich kaum bewust üben lässt wo aber reine Mundstückübungen sehr hilfreich sind) eher zu konzentrieren.""

    Du wirst mir immer sympathischer !
    Ich hätte es vielleicht anders ausgedrückt....aber der Sinn wäre derselbe.

    LG

    CBP
     
  7. Gast

    Gast Guest

    @CBP: und warum hast du das jetzt alles nochmal geschrieben?? :-?
     
  8. Roman_Albert

    Roman_Albert Ist fast schon zuhause hier

    Das Problem mit Intonation entsteht bei mir in der Regel, wenn die Posaunen hinter mir anders gestimmt sind als der Altsaxophonist neben mir.

    Ich weiss dann in der Regel nicht, auf wen ich hören soll und wer richtig liegt oder nicht. Da hilft mir auch kein üben daheim, glaube ich :-(

    Das üben mit Drones kenne ich von Matt Otto, bei dem es Drones in allen Tonarten zum Download gibt:
    http://mattotto0.tripod.com/id32.html

    Ich finde seine Longtonübung sehr inspirierend, vor allem wenn man ihn im Podcast dazu reden hört.

    Viel von dem, was er über Dreiklänge in der Improvisation sagt, verstehe ich NICHT :-o
     
  9. Gast

    Gast Guest

    @Herman

    Du überschätzt mich masslos !

    Dazu wäre ich viel zu faul !! Ich habs kopiert und in das Posting reingebatscht ... um zu zeigen, auf welchen Text ich mich beziehe.
    Ich glaube man nennt das ""Copy and Paste "

    Kicher

    CBP
     
  10. Saskia

    Saskia Ist fast schon zuhause hier

    Hallo, weiß jemand ob man sich diese Drones als mp3 abspeichern kann und wie es funktioniert?

    liebe Grüße!
     
  11. Mugger

    Mugger Guest

    Hi,
    rechte Maustaste - Ziel speichern unter....
    Meine Drones kommen auch von dort.
    Matt ist übrigens ein interessanter Typ, beschäftigt sich ebenfalls mit Alexander-Technik und gibt auch Stunden über Skype.

    Liebe Grüße
     
  12. saxhornet

    saxhornet Experte

    In einer Band sollten alle nach dem gleichen Stimmgerät oder nach dem gleichen gegebenen Ton nacheinander stimmen.
    Auch Intonationsübungen mit der ganzen Band sind sinnvoll (mit Quarten, Quinten oder Akkorden in Quartvoicings oder Mehrklänge und immer ein Ton pro Section maximal 2 Töne).

    Wenn Du konkrete Fragen hast zu den Dreiklangsachen stelle einfach eine Frage was Du nicht verstehst und ich helfe gerne.
    Gruß
    Saxhornet
     
  13. Saskia

    Saskia Ist fast schon zuhause hier

    oha, doch so einfach :)
    Danke Mugger!
     
  14. antonio

    antonio Ist fast schon zuhause hier

    Ehmm...und wie übt man jetzt mit diesen Drones :oops: Davon habe ich nun tatsächlich noch nie gehört. Habe zwar mal auf die verlinkte Seite geschaut, aber sooo gut ist mein Englisch auch wieder nicht.

    Ich neheme an, dass man da auf die Schwebungen, bzw. nicht-Schwebungen achten muss?

    Frage halt jetzt mal ganz naiv und vielmals :danke: für die Aufklärung.

    antonio
     
  15. flar

    flar Ist fast schon zuhause hier

    Moin, moin
    ich schließe mich mal der "naiven" Frage von Antonio an und sage auch schon mal Danke für die Antwort.

    Viele Grüße Flar
     
  16. Rick

    Rick Experte

    Und ich habe erst mal recherchiert, was eigentliche "Drones" sind. Dachte zuerst an unbemannte Aufklärungs- und Tötungsmaschinen aus den USA (Afghanistan-Krieg), tatsächlich gibt es ja sogar einen martialischen Musikstil namens DRONE DOOM:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Drone_Doom

    Ich gehe mal davon aus, dass Ihr weniger von "dröhnend übersteuerten Gitarrenklängen" schreibt und stattdessen einfach das altbekannte Spielen zu einem ausgehaltenen Ton meint, stimmt's? ;-)

    "Drone" ist nämlich die englische Bezeichnung für "Bordun", einen lang gehaltenen Begleitton, zum Beispiel beim Dudelsack ("Bordunpfeife") oder bei der Drehleier ("Bordunsaite").

    Aber mit dem Wort "Drone" klingt die Sache gleich viel cooler und trendiger als mittelalterliche Musik. :-D

    Nichtsdestotrotz eine gute Sache, zu langgezogenen Tönen zu spielen, ein Ohr f+ür die Schwebungen und Intervalle zu entwickeln.

    Ginge übrigens auch, indem man einfach bei einem Keyboard eine Taste festklebt, so würde ich es jedenfalls machen. :cool:


    Schönen Gruß,
    Rick
     
  17. matThiaS

    matThiaS Administrator

    Der, die oder das Drone auf der von Mugger genannten Seite klingt schon cool. Ich finde diesen Bordun z.B. auch besser als die geloopten Saxtöne von Kynaston. Sie klingen so schön nach indischer Musik und regen an, sich im Obertongesang zu versuchen.

    Ich fände es prima, wenn wir aus diesem Thread einen Artikel erstellen könnten und diesen in der Rubrik Tipps & Tricks verewigen würden.
     
  18. Werner

    Werner Ist fast schon zuhause hier

    Hi Rick

    ich kenne Drones als Zweiklänge plus ev Oktavierungen, meist Grundton plus Quinte.
    Hats explzit in indischer Raga-Musik, es gibt ein eigenes Instrument dafür, die Tanpura, steht philosophisch für den stillen Beobachter (auch wenn sie gar nicht still ist), die unbewegte Grundlage.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tanpura

    Ein Hammer oder zwei sind mir lieber, das pappt nicht so
    :) .


    http://swing-jazz-berlin.de/#jazzband
     
  19. Mugger

    Mugger Guest

    Guten Abend,

    oder eine Diskette mit Midifiles zwischen die Tasten klemmen.

    Grüßle

    P.S.: Antonio und Flar, die Fragen haben sich erledigt, oder?
    Es geht in der Tat um die Schwebungen, wie man auch auf meiner Aufnahme hören kann.
     
  20. cara

    cara Ist fast schon zuhause hier

    Cool! Sie gefallen mir, diese Drohnen. :-D
    Werde ich ausprobieren, ob sie's bringen.

    Danke!

    Gruß Cara