Eis Eis Baby

Dieses Thema im Forum "Reparatur und Instandhaltung" wurde erstellt von Saxinator, 1.Juni.2016.

  1. Gelöschtes Mitglied 5328

    Gelöschtes Mitglied 5328 Guest

    Für "Made in Germany" gilt:

    Herstellungsprozeß ist entscheidend
    Grundsätzlich wird für die Bezeichnung „Made in Germany“ die Herstellung in Deutschlandverlangt. Das OLG Stuttgart beschloss am 10.11.1995, dass entscheidend sei, dass die wesentlichen Bestandteile und die bestimmenden Eigenschaften der Ware, die in den Augen des Publikums deren Wert ausmachen, auf einer deutschen Leistung beruhen (Az. 2 U 124/95). In diesem Fall waren einzelne Teile und ganze Baugruppen eines industriellen Erzeugnisses im Ausland hergestellt worden, ohne dass eine Irreführung angenommen wurde. Maßgeblich ist ein entscheidender Wertschöpfungsanteil in Deutschland. Was der angesprochene Verkehr als wertbestimmend ansieht, wird man von Produkt zu Produkt bestimmen müssen. Der BGH entschied mit Urteil vom 23.3.1973, dass die Kennzeichnung dann zulässig ist, wenn es bei der Herstellung an einer nennenswerten ausländischen Beteiligung fehlt, die Ware vielmehr von der Konzeption bis zur technisch-fabrikatorischen Fertigstellung von Deutschen stammt und in Deutschland gefertigt ist (I ZR 33/72). Entscheidend ist im Wesentlichen die letzte wesentliche und wirtschaftlich gerechtfertigte Endbearbeitung bzw. Verarbeitung.

    CzG

    Dreas
     
  2. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem

    Oh, das liebe ich so an der Juristerei. Mit vielen Worten nichts greifbares sagen zu müssen.....:D

    LG Stefan
     
  3. Gelöschtes Mitglied 1142

    Gelöschtes Mitglied 1142 Guest

    :ironie: Ich werde mal einen Vaterschaftstest machen lassen :smil3dbd4e29bbcc7:
    Ich habe immer noch die Illusion, :idea: dass es von Unison abstammt. ;-)

    LG Bernd
     
  4. quax

    quax Gehört zum Inventar

    Uiiiiiiiiiii, lass das lieber. Gibt nur unangenehme Überraschungen. Mechanik von Altsax, Korpus vom Waldhorn, S-Bogen aus China mit häufig wechselnde Mundstückverkehr....
    Das gibt nur böses Blut :D
    LG quax
     
  5. Gelöschtes Mitglied 1142

    Gelöschtes Mitglied 1142 Guest

    Beim S-Bogen hat sich Tino Schucht schon zur Vaterschaft bekannt :)
    Der Schucht-S-Bogen - geniales Teil!

    LG Bernd
     
    stefalt gefällt das.
  6. quax

    quax Gehört zum Inventar

    Alimente ?
    quax
     
  7. stefalt

    stefalt Strebt nach Höherem

    Dem kann ich zustimmen, habe das Glück @Bernd seinen alten Schucht TN6 Vorgängerbogen abgekauft haben zu dürfen...:). Der geht mit meinem Horn so gut und macht die kritischen Tonbereiche um so viel besser, das ich mir das Cryo-tuning eigentlich sparen kann ...(hach war das jetzt nicht eine schöne Überleitung zurück zu Thema ;))

    LG Stefan
     
  8. Wanze

    Wanze Strebt nach Höherem

    ... und die Stimme von der Autohupe :-P2

    Wanze
     
  9. Sandsax

    Sandsax Gehört zum Inventar


    Getan. Ich hab mal den offiziellen Generalimporteur für Deutschland (GEWA Music GmbH) angeschrieben und freundlicherweise folgende Antwort erhalten:

    "
    ...

    vielen Dank für Ihre Email.

    Wir haben bei unserem Lieferanten in Japan nachgefragt: Die Yanagisawa Saxophone werden nicht kryogenisch behandelt.



    Mit freundlichen Grüßen,

    Best regards,



    Frank König

    Product Management - Wind Instruments"



    Es handelt sich bei der Aussage des Kryo- Dienstleisters also definitiv um eine Fehlinformation. :confused:
    Streicht das wieder aus Eurem Wissensschatz, falls es sich dort bereits eingenistet haben sollte. :D

    Grüße
    Dirk
     
  10. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Das ich etwas nicht verstehe, heißt nicht, dass es nicht funktioniert.
    Das etwas funktioniert heißt nicht, dass es auch zu dem gewünschen Effekt führt.
    damit ich es verstehe mus ich es messen und wiederholen können. Erst dann kann ich anfangen mir über die Mechanismen dahinter Gedanken zu machen.
    Alternativ stelle ich eine Theorie auf, die ich durch Messungen be- oder widerlege.

    Nur: guter Klang ist nicht eindeutig definiert und damit nicht messbar. Der Beweis dafür ist, dass z.B. auch hier im Forum über Klang heftig gestritten wird. Was der eine als volltönend beschreibt, ist für den nächsten dumpf oder dunkel.

    Ich denke schon, dass man den Effekt einer Cryo-behandlung messen kann. Wenn ein Hersteller genügend Instrumete aus der Produktion zieht und behandeln läßt, dann wird da irgend wann eine representative Gruppe draus und die Fertigungsschwankungen sind kompensiert. Ob das Ergebnis aber "besser" wird....
     
  11. Woliko

    Woliko Strebt nach Höherem

    Ich wollte es wissen, habe den Weg der Erkenntnis beschritten und mein Sequoia Lemon Alt letzte Woche Mittwoch zu Soundfresh zur "Behandlung" gebracht, am Freitag wieder abgeholt, mehrere Tage gespielt und auch die Beurteilung meines Lehrers und eines Saxfreundes abgefragt, die bezüglich des Sounds meinen Eindruck bestätigen:

    Bei der Behandlung sind keine Teile (Kork, Filz, Plastik, Perlmut usw.) abgefallen; es gibt keinen Hinweis, dass die Polster gelitten haben.

    Es ist leichter anspielbar; der Sound ist wärmer und über alle Bereiche gleicher geworden (z.B. das mittlere d ist nicht mehr dumpf).
    Ich produziere weniger Feuchtigkeit, was vermutlich auf die leichtere Anspielbarkeit zurückzuführen ist, sich aber positiv auf den Sound auswirkt.

    Die Behandlung hat sich gelohnt und ich würde es wieder machen lassen.

    LG, Woliko
     
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  12. Roland

    Roland Strebt nach Höherem

    Die meisten Leute wissen nicht, wie Dinge funktionieren:
    Blau des Himmels
    Weiß der Wolken
    Kühlschrank
    Laser
    GPS
    Korrelationsfilter
    Regenbogen
    ...
    Aber ich kann mit einigem wissenschaftlichen Hintergrund Fragen stellen und Messungen machen.

    Letztendlich macht man aber im Bereich Musik den Spagat zwischen 'durch objektives Messen bewusst subjektive Faktoren herausfiltern' versus 'Es kommt darauf an, was der Mensch hört, egal, was die Messwerte sagen.'. Dieser Spagat ist der Nährboden für vielerlei Dinge, bei denen die a-priori-Entscheidung 'Esoterik oder nicht' schwer fällt.

    Mein Bari klang für mich und andere nicht anders, als ich es einige Wochen ohne Daumenhaken spielte, weil er, samt Grundplatte, sich vom Korpus verabschiedet hatte. Ich habe es auch nicht geschafft, durch rhythmisches Daumenauflegen eine Art Klangmodulation hinzubekommen. Trotzdem gibt es Daumenhaken zu kaufen ...

    Grüße
    Roland
     
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  13. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Fragen stellen kann ich immer. Messen auch, da muß ich nix verstehen. Ob die Messung auch zielführend ist, ist etwas anderes.

    Aber: Du kannst so viele Spektren messen, wie Du willst, deshalb kannst Du daraus nicht ableiten, was gut klingt. Du kannst nur ableiten, dass es anders klingt als vorher, und anhand der Spektren erklären, warum das so ist. Aber gut, besser, schlecht, schlechter sind Kriterien, die nicht meßbar sind. Darüber kann man nur unsinnige Diskussionen führen...
     
  14. Gast_13

    Gast_13 Guest

    Aber es ist doch viel schöner sich hier im Forum in wilden Spekulationen und Theorien zu ergehen, als wirklich mal den beschwerlichen Weg der Erkenntnis zu beschreiten und mal zu messen! ;-)
     
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  15. Rick

    Rick Experte

    Das "Tiefkühlen" ist eigentlich ein uralter Arbeitsschritt, der allgemein zur Metallbearbeitung gehört - nur hat man das früher in der Regel mit einem kaltem Wasserbad gemacht, heute kommen die fertigen Teile eben immer häufiger in den Kühlschrank.
    Dass sich durch die vorherige Heißbearbeitung entstandene Spannungen durch Kälte lösen müssen, wussten wahrscheinlich schon die antiken Schmiede, das ist wahrhaftig keine neuartige Erkenntnis, sondern allgemein üblich. :cool:

    Dass man dann allerdings nach einiger Zeit NOCHMAL die Prozedur durchführen sollte bzw. dass sich so weitere Verbesserungen erzielen lassen, ist für mich hingegen eher unwahrscheinlich.
     
  16. Roland

    Roland Strebt nach Höherem

    Man sollte nur auch herausfinden, ob es Ursache-Wirkung oder eine zufällige Korrelation ist:
    http://www.tylervigen.com/spurious-correlations

    Grüße
    Roland
     
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  17. JES

    JES Gehört zum Inventar

    Rick
    Nope. Um Spannungen abzubauen, mußt du erhitzen. Nennt sich Spannungsarmglühen. kennt jeder Schweißer (post weld heat treatment).
    Was Du meinst ist Abschrecken. Das hat aber was mit Härtung zu tun. Da gehst Du aus einem glühenden Zustand in einen extrem kalten. Damit fixierst du die Gitterstruktur des Metalls. Von Raumtemperatur auf Kühlschrank/Gefrierschrank bringt spannungstechnisch nix.
    JEs
     
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  18. Gast_13

    Gast_13 Guest

    @Rick : Es würde mich doch sehr überraschen, wenn die ankiken Schmiede bereits bis - 200 °C hätten herunterkühlen können.
    Die Erzeugung von Temperaturen knapp über dem absoluten Nullpunkt ist meines Wissens erst seit einigen Jahrzehnten möglich.

    @Roland : Es gibt keinen Zufall , von daher auch keine zufälligen Korrelationen. Oder kennst du einen wissenschaftlichen Beweis des Zufalls? ;-)
     
  19. JES

    JES Gehört zum Inventar

    @Nummer_13
    Drehen wir den Spieß um: kannst Du wissenschaftlich Beweisen, dass es den Zufall NICHT gibt?

    Das große Regelwerk, nach dem alles Abläuft, bzw. die Universalformel, die alles erklärt, gibt es (noch) nicht
     
  20. rbur

    rbur Mod

    neinnein, Yanagisawa streitet das natürlich ab, um das Betriebsgeheimnis nicht an die Konkurrenz zu verraten.
     
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