Zeit für eine Neiddebatte

Dieses Thema im Forum "Eigene (musikrelevante) Themen" wurde erstellt von Gelöschtes Mitglied 13399, 8.Dezember.2023.

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  1. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Was in Kommentaren auf youtube hochgelobt wird - und für meine Ohren einfach nur peinlich schlecht ist.
    Nahe dran ist nur das Thumbnail :)
    Da hab ich Kommerzmusiker gehört die näher an Sinatra dran sind.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13.Dezember.2023
    Rick und Gerrie gefällt das.
  2. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    Das sehe ich auch so.

    Ich denke jedoch das ein Großteil damit "abgevespert " werden kann.

    Geringe "Herstellungskosten", das Endprodukt wird "billig" auf den Markt geworfen.

    Das ist in vielen Bereichen so. Leider.

    Einen Schwank von unserem Familien Adventskaffee Kränzchen.

    Die meisten Besucher freuen sich bei mir über einen Espresso oder Cappuccino, der kommt aus der Siebträger Maschine.
    Eine Stimme gab es die meinte " Kaffe muss heiß und schwarz sein. Der Rest spielt keine Rolle. "

    Grüße Gerrie
     
  3. Gerrie

    Gerrie Strebt nach Höherem

    Vor kurzem habe ich einen interessanten Vergleich gehört.

    KI ist toll und wird / kann uns nach vorne bringen.

    Es wie mit der Kernenergie. Man kann Strom erzeugen, aber auch Bomben bauen.

    Grüße Gerrie
     
  4. Silver

    Silver Strebt nach Höherem

    Und bei Bomben wie bei Kraftwerken weiß niemand auf diesem Planeten, was man mit dem radioaktiven Abfall anstellen soll.

    Kommt mir ungefähr so vor, als würde man ein Flugzeug bauen, per Katapult starten und hoffen, dass irgendjemand eine Landebahn gebaut hat, bevor das Kerosin ausgeht.

    Bei der KI (ich wiederhole mich: die keine „Intelligenz“ sondern computerbasiertes, statistisches Lernen mit Hilfe von gewaltigen Datenmodellen ist) überwiegen die Chancen die eindeutig erkennbaren Risiken. Das wollen natürlich die nicht wahrhaben, die sich in ihrer Unbeweglichkeit von der vermeintlichen Wirkungsmacht bedroht fühlen.

    Der CyberDyne Supercomputer, der ein eigenes Bewusstsein entwickelt und mit Terminator-Maschinen die Menschen bekämpft, ist und bleibt auf absehbare Zeit Science Fiction.
    Das menschliche Gehirn ist in seiner Komplexität vom Menschen und seinen Erfindungen alleine deshalb nicht nachzubilden (und einige hunderttausend Jahre Evolution zu übertreffen), weil es noch nicht vollständig verstanden ist.

    Aber natürlich lieben wir (gerade jetzt) den Untergang und gruseln uns wohlig an dem faustischen Gedanken. „Die Geister, die ich rief…“
     
  5. ilikestitt

    ilikestitt Strebt nach Höherem

    Das klingt null nach Sinatra. Das ist wie ein schlechter Imitator.
    Aber das wird leider trotzdem für die Masse an Leuten reichen.
     
    Rick und Gelöschtes Mitglied 13399 gefällt das.
  6. Gelöschtes Mitglied 13399

    Gelöschtes Mitglied 13399 Guest

    Ich finde, das Timbre seiner Sprechstimme haben sie sehr gut getroffen, beim Gesang dann mit einem metallischen Filter, damit er mehr nach Freddie Mercury klingt (oder es ist eben Autotune). Dadurch fängt es aber schon an, hässlich zu werden. Seine Phrasierung, Intonation, Aussprache passt überhaupt nicht - und während er singt, klingt er deutlich weniger nach Sinatra als vorher. Bei der Sprechstimme kommt der Transatlantic Accent mit Hoboken-Einschlag auch nicht so richtig durch in der Aussprache.
    Als Spielerei finde ich es aber ganz nett. Würde mir gerne mal im Auto ein Navi mit Sinatra-Stimme anschaffen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13.Dezember.2023
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  7. Gelöschtes Mitglied 13399

    Gelöschtes Mitglied 13399 Guest

    Ich dachte, das wäre aus dem Zauberlehrling :duck:
    Wobei es natürlich trotzdem gut auf Faust übertragbar ist :klug: Oder kam das Zitat in Faust vielleicht doch ebenfals vor? :roll:
     
  8. gunnar63

    gunnar63 Schaut öfter mal vorbei

    Moin,
    ich verstehe den Beitrag nicht? Möchtest du dir ein Fleißsternchen ins Notenheft kleben oder nur mal gelobt werden?
    Die Entscheidung was du tust und die Motivation dazu liegt rein bei dir. Tu es, oder lass es.
    Viele Grüße von Gunnar
     
  9. Silver

    Silver Strebt nach Höherem

    Fein aufgepasst.
    *Dafür* gibts ein *
     
  10. visir

    visir Gehört zum Inventar

    :D Herrlicher Vergleich!
     
  11. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Theoretisch könnten wir auch alle zu Hause sitzen und Saxophon spielen, ohne darüber zu diskutieren.
    Aber manchmal ist Reden, Schreiben halt auch ein wenig Therapie.
    Das sollten wir aushalten, wenn wir uns hier anmelden und beteiligen.
     
  12. Gelöschtes Mitglied 13399

    Gelöschtes Mitglied 13399 Guest

    Inzwischen habe ich ja festgestellt, dass meine Überlegungen zum Thema falsch waren. Warum aber sollte ich diesen Post erstellt haben, um gelobt zu werden? Wie sähe das dann aus?
    Schreibt dann @ilikestitt "Ja, Saxophon spielen ist ein sehr hartes Brot. Wir sind alle soso, stolz auf dich, dass du das machen willst" ?

    Natürlich liegt die Entscheidung bei mir und - wie ich schon mehrfach gesagt habe - ging es mir hier nie um meinen persönlichen Werdegang.

    Ich werde für mich entscheiden, ob ich Musiker werde oder nicht, aber nicht, ob ich Saxophonist werde oder Organist, wie sollte ich das zu diesem Zeitpunkt denn überhaupt tun?

    Ob ich Saxophonist werde, bemisst sich daran, wie gut ich meine mit den Nachteilen des Berufsmusikerlebens klarkommen zu können, nicht daran, ob irgendeine der Thesen oben im Thread stimmt, denn mein Instrument kann ich kurz vor dem Studium sowieso nicht einfach mal eben wechseln.

    Insofern gebe ich ja zu, dass meine Thesen mitunter wenig durchdacht waren, um nicht zu sagen: ,,dumm" .

    Deshalb ging es mir in diesem Thread trotzdem nicht um meine Wahl, Musiker zu werden. Obgleich dazu dankbarerweise einige dennoch Hilfreiches geschrieben, was mich freut.
     
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  13. gunnar63

    gunnar63 Schaut öfter mal vorbei

    Ich hatte vor eine paar Jahren einen 19-Jährigen Ausnahmesaxophonisten kenengelernt. Studiert jetzt Jura. Da war die dunkle Seite der Macht eben doch stärker.
     
    Matthias Wendt gefällt das.
  14. altblase

    altblase Strebt nach Höherem

    Nö, die Vernunft!:cool:
     
  15. GelöschtesMitglied11524

    GelöschtesMitglied11524 Guest

    Er wieder.
    Mein Gott, wenn man das Gefühl hat, als Musiker tätig sein zu wollen, dann tut man es halt, notfalls wider die "Vernunft", die man in dem Alter eh (gottseidank) nicht hat.
    Und allen empfehle ich dieses Buch, in dem man unter anderem auch erfährt, warum man eventuell als Lehrer oder Automechaniker mehr Künstler sein kann denn als Musiker.
    Und vielleicht auch glücklich.

    https://www.penguinrandomhouse.com/books/349583/free-play-by-stephen-nachmanovitch/

    Ich seh grad, dass es eine deutsche Übersetzung gibt.

    https://foxy-freestyle.de/produkt/s...eschehen-lassen-uebersetzung-von-dan-richter/
     
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  16. Gelöschtes Mitglied 1142

    Gelöschtes Mitglied 1142 Guest

    Die KSK ist da sehr aktiv im Bestreben, Geld in ihre Kassen zu laden. Als ich 1993 das „Forum Akzente“ als Marketingagentur sowie Werbe- und Einkaufsgemeinschaft für Juweliere gegründet hatte, erhielt ich schon 1 Jahr später eine Aufforderung der KSK, einen 5- stelligen Betrag mit einer 2 am Anfang (den genauen Betrag weiß ich nicht mehr) zu überweisen. Die Veranlagung erfolgte auf Grund einer Schätzung.
    Schließlich hätte ich Künstler in Form von Fotografen, Lithografen, Setzer, Retuschören und Texter beauftragt.
     
  17. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    Gut, dass Joshua Redman sich anders entschieden hat. Der hatte ja schon die Zulassung fürs Jura-Studium in Yale, hat dann den Studienbeginn - zunächst geplant für 1 Jahr - hinausgeschoben, um vorher nochmal gründlich Musik zu machen. Was daraus dann geworden ist, wissen wir ...

    Mit anderen Worten: sehr individuelle Entscheidungen und sehr individuelle Biographien (gut so). Trotzdem ist es sinnvoll für jemanden wie @Paul2002 erstmal viele Infos und Meinungen einzuholen. Das kann ja bei der Entscheidungsfindung sehr helfen ...

    So long
    Stevie
     
    Sax a`la carte, EKL, Silver und 4 anderen gefällt das.
  18. bthebob

    bthebob Strebt nach Höherem

    @Paul2002
    Zwei / drei Gedanken ....

    Allgemein In Bezug auf "Kunst machen"

    An der Kunsthochschule, an der ich Mitte der 80er Jahre studierte,
    war Hegel und seine Bände " Vorlesungen zur Ästhetik" sehr angesagt.

    Soweit ich erinnere, in erster Linie wegen Hegels Aussagen: (sinngemäß)

    "Der schaffende Künstler entäußert sich.
    Das, was subjektiv in ihm ist, dringt nach Außen.

    Das Einmalige seiner Existenz nimmt in Form seines Werkes
    objektive Gestalt an.

    Auf diesem Weg "verdoppelt er sich", macht sich Unsterblich."

    Das fanden wir alle toll !
    So sollte es sein.

    Heute, kurz vor Ende meines Berufslebens, würde ich sagen:
    "OK .... der Ansatz ist nicht schlecht":D

    Nur, heute weiß ich:
    "Gefechte" auf dem weiten Feld der Kreativität sind oft "Scheingefechte"

    Sie sind im Kern oftmals ganz persönlich und tieft psychologisch basiert.

    Wenn man diesen Aspekt in jungen Jahren mit "einpreist"
    geht der Rest vlt. leichter von der Hand.;)

    VG
     
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  19. giuseppe

    giuseppe Strebt nach Höherem

    Es gibt Gegenstände und Dienstleistungen, die braucht jeder und es gibt Gegenstände und Dienstleistungen, die nur manche brauchen. Und dann gibt’s noch welche, die sich nur wenige leisten können. Und das hängt dann auch wieder von der gesamtwirtschaftlichen Lage ab, wer sich was leistet. Die schnöden Dinge sind die, die eine Zivilisation begründen, die Wurzeln. Das andere sind die Früchte und für nicht wenige auch der Sinn.

    Musik als Beruf gehört zu den Früchten und damit zu den Dingen, die nur manche wollen und die sich manche auch nicht leisten können, selbst wenn sie wollten.

    Man muss sich überhaupt nicht danach richten und sollte immer das tun, was man auch erträgt wenn man es lange und viel tut.

    Es schadet meines Erachtens aber nicht, wenn man diese Gedanken auch mit auf dem Schirm hat, damit es nicht in Frustration und Traurigkeit endet. Wer gerne unterrichtet, wird in unseren Breiten auch mit Musik ganz gut fahren können. Wer nur eine Festanstellung am Orchester sucht, nur von Gigs oder Studiojobs leben will und den Unterricht scheut, hat besser vor dem Studium erfahren, bei wieviel Prozent sich das ausgeht. Mit anderen Worten es kann nicht schaden, vorher zu schauen, was die Leute tatsächlich machen im Vergleich zu dem, wie ich es mir vorstelle.

    Und dann darf man nicht vergessen, dass man Musik auch als Hobby machen kann, wenn auch sicherlich im Schnitt nicht auf dem gleichen Niveau. Ich kann aber zum Beispiel hobbymäßig keine Betonbrücken oder Tunnel bauen oder mich auch nicht als Chirurg betätigen.
     
  20. Rick

    Rick Experte

    Genau. Man darf nichts ausschließen, sollte so vielseitig wie möglich sein und immer lernbereit bleiben.
    Ich sage gerne:
    Als Musiker kannst du nicht nur auf einem Bein stehen. Im Gegenteil, du musst quasi Tausendfüßler sein.

    Vor einigen Jahren habe ich einen tollen Pianisten kennen gelernt, der stolz verkündete, dass er keinen Unterricht gebe, er spiele vorwiegend live oder begleite Sänger, Solisten, Chöre usw.
    Ein halbes Jahr später kam die CoViD-Zeit mit ihren Beschränkungen...
    Meine Frau und ich hatten einen treuen Schülerstamm und lernten Distanzunterricht. Für den Pianisten sah es hingegen trüb aus; ich hoffe, er hatte genügend Ersparnisse.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.Dezember.2023
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