Zuerst Klarinette oder zuerst Saxophon lernen ??

Dieses Thema im Forum "Sonstige Instrumente" wurde erstellt von Florentin, 11.Juli.2006.

  1. Gast

    Gast Guest

    wahre worte @ kryz

    edit: habe mir mal beispiele von max greger angehört...schlimme cd cover, kriminell schlimme musik, und er kann zwar die richtigen töne zur richtigen zeit spielen, aber er ist kein guter saxophonist... (vorsicht, subjektive meinung!)
     
  2. Gast

    Gast Guest

    naja, ich finde auch das kryz schon recht hat..

    btw: ich hab mir vor einiger zeit mal einfach eine klarinette ausgeliehen und einfach ohne nix anfangen drauf zu spielen.. die von "klarinettistin" genannten "probleme" würde ich wohl doch eher als "kleine umgewöhnungen" bezeichnen.
    nur weil man löcher mit den fingern zuhalten muss bei der klarinette, ist das instrument nicht soo viel schwerer

    bissl schräg find ich hier den vergleich der foren..

    naja was sollst.

    ich persönlich glaube, dass man mit saxophon als anfänger gut bedient ist.. weil man, denke ich, früher erfolge erzielen kann.. und das motiviert..
     
  3. holzblaeser

    holzblaeser Kann einfach nicht wegbleiben

    also max greger ist kein guter saxophonist.....

    ismail ich wette mit Dir, dass der "opa" mit seinen 80 ob jazz oder sonst was Dich und viele hier aber aspach uralt aussehen läßt.

    und die tolleranz von kryz, auch einbildung ist eine art von bildung.

    nochmals: herzlichen glückwunsch, dass es hier so viele gute "superjazzer" gibt. doch leider empfinde ich unser land als jazznotstandsgebiet. warum versteckt Ihr Euch alle denn und man sieht und hört auf entsprechenden bühnen nichts von Euch? dann spiele ich doch lieber auch blasmusik bevor ich mich anmaße alle anderen stielrichtungen ausser jazz zu verdammen. ich bin stolz auf mein breit geächertes spektrum.

    viele grüße holzblaeser
     
  4. kingconn

    kingconn Ist fast schon zuhause hier

    @ismail und kryz

    Max Greger ist studierter Klarinettist (Instrument meiner Kenntnis nach eine Auguste Buffet Bb-Klarinette, wie ich sie auch besitze) und hat als Saxophonist (Keilwerth) mit einer Menge von Leuten von Rang und Namen zusammengespielt, u. a. mit Louis Armstrong. Mit seinem Orchester hat er ein Stück Fernsehgeschichte in Deutschland geschrieben, vor Eurer Zeit und zu einer Zeit, als es noch keine Playbacks gab.

    Auch heute noch, mit über 80 Jahren, füllt er zusammen mit Paul Kuhn und Hugo Strasser mit ihrer Swing-Musik große Arenen und würde wahrscheinlich fast jeden hier im Forum leicht und locker an die Wand spielen.

    Ich finde, man sollte solchen großartigen Musikern mit Respekt begegnen.

    Schöne Grüße

    kingconn
     
  5. rbur

    rbur Mod

    erstens meinte ich alte Stücke, wo die Noten eben teilweise verschollen sind. Viele sind es nicht
    zweitens wird es gemacht, man kann problemlos mit dem Tenorsax die Tenorhornstimme spielen. Das klingt halt dann wie eine auf dem Tenorsax gespielte Tenorhornstimme.
    andererseits hat sich der Komponist ja vielleicht auch was dabei gedacht, wenn er in einem volkstümlichen Stück lieber Klarinetten einsetzt. Und: die Klarinetten sind ja da, dann kann man sie auch benutzen

    @kingconn und holzblaeser:
    gregermäßig habt ihr meine volle Zustimmung, dem ist nix hinzuzufügen
    und wer's nicht glaubt, sollte sich mal "Best of Bigband" von der SWR Bigband anhören
     
  6. Gast

    Gast Guest

    @ kingconn:
    mein Post zu Max Greger war natürlich ziemlich radikal formuliert. :>

    Das lag an kryz´s Post davor, an der hitzigen Stimmung in diesem Thread(uiuiui!) und daran, dass das, was ich mir von Greger angehört hatte nicht mein Stil ist und vom Sound her - es tut mir leid - etwas dünn (besonders in den Höhen) und nicht besonders überzeugend klingt, und das lag wohl kaum an der Abmischung.
    Da ich allerdings sonst so gut wie nichts über Max Greger weiß und auch aus Stilgründen nicht gerade vorhabe, mir mehr anzuhören, bin ich bestimmt nicht die erste Adresse, wenn es um ´ne Kritik an ihm geht. Es ist wohl eine Geschmacksfrage, ob man ihn für "gut" hält, und ich denke den Respekt hat er trotz meiner abneigenden Einstellung bestimmt verdient, nichts für ungut.
     
  7. wolfgang

    wolfgang Ist fast schon zuhause hier

    Hi,
    vergiften Klarinetten irgendwie die Atmosphäre? Hab' ich bei meiner noch gar nicht bemerkt, hat aber hier im Forum schon den Anschein :). In puncto Greger: Ob studiert, mit Armstrong gespielt oder volle Arenen - für mich sind das keine wirklichen Argumente, wenn es um die Beurteilung von Musik geht: Man kann diese Musik trotzdem furchtbar öde finden (volle Arenen und öde Musik sind jedenfalls für meinen Geschmack eine geradezu übliche Verbindung). Man kann das ruhig anders sehen; aber der Gestus des "Ich-bin-hier-der-einzige-Fachmann-alle-anderen-sollen-sich-meinem-überlegenen-Urteil-unterwerfen" nervt mich.

    Zur Frage, warum es so wenig Saxstimmen gibt: Da spielt wohl auch die wenig rühmliche Vergangenheit dieses unseres Landes eine Rolle, in der das Saxophon der Inbegriff des Minderwertigen in der Musik war.

    Gruß
    Wolfgang
     
  8. rbur

    rbur Mod

    das finde ich jetzt etwas weit hergeholt


    Was da immer hinein imprägniert wird. Nur zur Erinnerung:
    das
    hatte ich geschrieben. In jedem neuen Stück gibt es natürlich Saxstimmen.
     
  9. wolfgang

    wolfgang Ist fast schon zuhause hier

    HI,
    so weit hergeholt mit der deutschen Vergangenheit ist das nun wirklich nicht: Ich habe mir oft genug sagen lassen müssen, daß das Sax zur Negermusik gehört (übrigens von Leuten, die sich heute über den angeblichen Anti-Amerikanismus echauffieren). Tatsache ist aber sicher, daß das Sax, anders als in Frankreich und England (den USA sowieso) lange Zeit nicht ernst genommen wurde: in der Klassik ist das auch noch nicht so lange her, daß das Sax als vollwertiges Instrument anerkannt wurde.
    Gruß
    Wolfgang
     
  10. rbur

    rbur Mod

    Die dummen Sprüche von einigen Leuten auf die deutsche Notenindustrie zu übertragen halte ich für weit hergeholt. Vor allem, wenn du damit etwas begründen willst, was einfach nicht stimmt. Nämlich die Behauptung, dass es nur wenig Saxstimmen gibt.

    Stichwort Negermusik (auch wenn der Ausdruck von vielen negativ gebraucht wird, nicht von mir, wohlgemerkt):
    In den Jazzbüchern die ich gelesen habe sind sich die Autoren (vor allem die schwarzen) normalerweise einig, dass Jazz die Musik der schwarzen Amerikaner ist und Weiße das gar nicht richtig spielen können. Also "Negermusik" im wörtlichen, positiven Sinne.
     
  11. Gast

    Gast Guest

    "Stichwort Negermusik (auch wenn der Ausdruck von vielen negativ gebraucht wird, nicht von mir, wohlgemerkt):
    In den Jazzbüchern die ich gelesen habe sind sich die Autoren (vor allem die schwarzen) normalerweise einig, dass Jazz die Musik der schwarzen Amerikaner ist und Weiße das gar nicht richtig spielen können. Also "Negermusik" im wörtlichen, positiven Sinne."

    puh...

    das hat mit positivem sinn nichts zu tun, wenn man sagt, schwarze koennen das, weiße koennen das nicht.
    ehrlich gesagt...wenn du solche bücher (es gibt auch andere) liest und ausdrücke wie "negermusik" akzeptierst, dann ist das in deinem weltverständnis schön und gut, und ich werde es nicht weiter kritisieren...aber ich lebe dann wohl auf einem anderen planeten :>.

    gruß,
    ismail
     
  12. wolfgang

    wolfgang Ist fast schon zuhause hier

    Hi rbur,
    Ok, das wird etwas offtopic, aber auf Deine zwei Bemerkungen muß ich doch antworten:
    Daß bei älteren Stücken sax-Stimmen nicht dabei sind, hast Du selbst gesagt (ja, ja ich weiß schon, warum Mozart kein Saxophonkonzert geschrieben hat ;-). Die Gründe sehe ich nach Erfindung des Saxes darin, daß das Instrument lange nicht akzeptiert wurde. Die Notenindustrie liefert ja nur, was nachgefragt wird. Und da war es eben in Deutschland lange Zeit anders als in anderen Ländern - den Unterschied finde ich interessant. Das hat sich in den letzten Jahren geändert, gut so. Ich denke aber, daß die generelle Aussage, man *müsse* zuerst Klarinette lernen, damit zu tun hat, daß man die für das höherwertige Instrument hielt. In Klassikerkreisen hat das natürlich auch eine pragmatische Bedeutung: Da spielen die vorhandene Literatur und damit verbunden die Anstellungschancen die wesentliche Rolle.
    Daß nur Schwarze Jazz spielen können: ein gerne wiederholter Unsinn. Bix Beiderbecke, Benny Goodman (ja, ja: ein Klarinettist), Django Reinhardt, Joe Pass konnten das doch auch irgendwie? Erst recht, wenn man die letzten fünfzig Jahre nicht ganz abblendet. Die Reihe ließe sich beliebig verlängern: Aber mit der Hautfarbe hat die Qualität von Jazz sicher nichts zu tun.
    Gruß
    Wolfgang
     
  13. rbur

    rbur Mod

    Dass nur Schwarze Jazz machen können habe ich nur zitiert und auch nicht behauptet dass ich es richtig und gut finde. Und Bücher kann man auch lesen, wenn man mit dem Inhalt nicht vollständig einverstanden ist.

    hab ich nicht. Ich habe gesagt wir HABEN EINIGE ältere Stücke, wo das so ist und dass es da ganz praktisch ist, wenn die Saxophonisten dann Klarinette spielen können und nicht nur rumsitzen.

    das würde mich interessieren, wo das steht. Haben englische Blasorchester, die traditionelle englische Blasmusik spielten, wirklich früher Saxophone eingesetzt als deutsche Orchester, die traditionelle deutsche Blasmusik spielten?
    Und in originalen Oberkrainerbesetzungen sind heute noch keine Saxe drin. Auch nicht in ausländischen.

    im übrigen breche ich hier ab und komme zum Topic zurück:
    für den Hobbymusiker ist es mE ziemlich egal, in welcher Reihenfolge er die Instrumente lernt, oder ob er das gleichzeitig macht. Wenn er genug Zeit zum Üben hat, wird es klappen. Wenn er nicht genug Zeit hat, klappt es nicht. Dann ist die Reihenfolge auch egal.
     
  14. doc

    doc Ist fast schon zuhause hier

    Zum Verhältnis von Jazz, afroamerikanischer Kultur, Musikindustrie und Europa lohnt ein Blick in die Behrendt-Bibel (Das Jazzbuch), um jenseits der Klischees den Körnchen Wahrheit nachzuspüren.

    Aktuell ist die Auseinandersetzung in den USA recht hitzig (von einer bestimmten Schule afroamerikanischer Musiker vorgebracht), ob Europäer überhaupt Jazz machen können. Den Luink dazu hab ich leider nicht zur Hand. Von der Gegenseite wird denen dann kultureller Rassismus
    vorgeworfen. Hitzig halt wie der Thread hier, aber da geht es auch um Fördergelder... :)

    Solange man Jazz als ein integrierendes und lebendiges Phänomen versteht, kann man solche Extreme vielleicht vermeiden. Muß man vielleicht nur aufpassen, eine Grenze zur Beliebigkeit zu ziehen.

    Bleibt dann immer noch die Frage, ob es eher hilfreich oder problematisch ist, bei der eher "klassischen" Klarinettenausbildung eine sehr klassische Phrasierung zu erlenen und zu üben, um dann - wenn man denn im weitesten(!) Sinn "Jazz" machen will - für das und mit dem Saxophon eine ganz andere Phrasierung zu erlernen.

    Das schreibe ich, weil ich mich damit nach Jahrzehnten Klassik sehr, sehr, schwer tue, und es aus Büchern offenbar nicht zu lernen ist. Vermutlich ist da ein entsprechend spezialisierter Lehrer fällig?!
     
  15. LamaGeli

    LamaGeli Ist fast schon zuhause hier

    Moin,

    aber man muß doch nicht gleich die Stilrichtung wechseln. Man kann doch gleich Jazzklarinette lernen oder Klezmer, dann hat man mit der Phrasierung nicht solche Probleme.

    Ich bin auch mit der Klarinette angefangen, habs aber bald wieder aufgegeben, weils für mich doch viel schwieriger als das Sax zu erlernen war.
    Die Klarinette im Klassikorchechster war mir eigentlich nie so aufgefallen. Erst im Jazz bin ich darauf aufmerksam geworden und hab mich in den Sound verliebt.
    Man braucht dafür allerdings sehr viel mehr Puste als fürs Sax (ich rauch wohl zuviel) und schnell zu spielen macht den Witz dieses Instruments.
    Das ist beim Sax ja nicht unbedingt nötig um ordentlich zu mucken, deshalb hat man schneller Erfolgserlebnisse als Anfänger.
    Sax spielen macht ja auch viel Spaß und der Sound ist echt klasse, aber wenn ich eine Jazzklarinette oder Klezmer höre bin ich immer hin und weg und werd ganz kribbelig, weil ich es nicht lernen kann.
     
  16. kryz

    kryz Ist fast schon zuhause hier

    Hi,
    erstmal möchte ich die Aussage zu Max Greger reativieren:
    Ich fand seine Aussage und sein Auftreten total deplaziert.
    Es war halt nur so ne Beobachtung... Klar hat er was drauf, aber irgendwie hab ich bei ihm so das Gefühl es wirkt das "Musikantenstadel Syndrom".

    Ansonsten würde ich sagen: Genug Jazz vs. Klassik geflame, darum gehts hier garnicht.

    Letztendlich isses doch wurscht...also zumindest bei Amateueren...

    Selbst Leute wie Coltrane haben Klarinette gespielt. Laut einem Video über ihn hat er das nur gemacht um Musik studieren zu können. Geschadet hats ihm nicht, wie man sieht!

    Grüße

    Chris
     
  17. blower

    blower Kann einfach nicht wegbleiben

    Also jetzt mal nochmal provokativ: wenn mich jemand fragt, sage ich immer: Wer Blockflöte und Klarinette kann, kann auch Sax.

    Und ich spiele alle 3 Instrumente :)

    Wobei ich natürlich immer relativieren muss, dass es kein leichtes Instrument gibt. Ich meine damit nur, dass ich der Meinung bin, wenn ich die beiden o. g. Instrumente einigermaßen kann, dann kann ich mir m. E. Sax autodidaktisch beibringen. Wie gut man am Ende welches Instrument spielt, ist natürlich eine ganz andere Frage.
     
  18. Gast

    Gast Guest

    Und wer Blockflöte und Sax spielt, kann sich auch autodidaktisch Klarinette beibringen.

    Oder nicht?
    Wie gesagt, ich habe Klarinette noch nie ausprobiert, aber wenn man weiß, wie man auf dem Sax eine Klangvorstellung umsetzt und ordentlich intoniert, kann man sich doch wohl auch auf der Klarinette gut selbst kontrollieren...und die Gefahr, einen "dünnen", "gepressten" Ton zu haben, ist doch wohl eher da, wenn man von Klari auf Sax wechselt...schätze ich...

    cu

    p.s.: natürlich wird man eher nicht perfekt klari spielen lernen, wenn man nur saxvorbildung hat, aber mir leuchtet es auch kein bisschen ein, warum man perfekt sax spielen lernen soll, wenn man nur klarivorbildung hat...wenn das so ist, soll es mir jemand einleuchtend erklären...
     
  19. doc

    doc Ist fast schon zuhause hier

    Bin autodidaktisch auf der (Böhm-) Klarinette grausam gescheitert. Erst mein Lehrer hat mich auf die richtige Schiene gesetzt.

    Warum?

    Es ist bei dem Instrument einfach viel (zu viel), was man falsch machen kann. Es quietscht bei der kleinsten Abweichung. Oder spricht erst gar nicht an. Das hat enormes Frustrationspotential. Die Klarinette ist (nach meiner Ansicht) ein extrem zickiges Instrument udn reagiert ungnädigst auf:

    - Ungenauigkeit in Ansatz,
    - in Luftführung,
    - auf leiseste Öffnung der Löcher beim Ausgreifen
    - auf Schwankung in Luftführung und -Druck,
    - auf Materialermüdung (Blatt)

    Allein der zuverlässige Wechsel des Registers für die kleine Sekunde Bb/B ist für einen Anfänger brutal. Entweder man drückt sich das B zu (aufwärts), oder das Bb quietscht. Da die Klari mit unvergleichlich hohem Druck gespielt wird, ist das tückisch.

    Es gibt beim Fingersatz etliche grade am Anfang nötige und hilfreiche Tricks, um den Registerwechsel zu überstehen, solange die Finger nicht von allein subito alle ihre Löcher perfekt abdecken.

    Diese Tricks stehen in keinem (mir bekannten) Lehrbuch. Der Lehrer zeigt sie. Bei der Klarinette sind die Alternativgriffe noch wichtiger als beim Saxen. Leider steht auch zu deren sinnvollem Einsatz in den einschlägigen Schulen zu wenig oder gar nichts.

    Ob diese grifftechnischen Probleme bei einer deutschen Klarinette milder ausfallen (Rolltechnik statt links/rechts-Wechsel) weiß ich mangels Erfahrung nicht.

    Ich will nicht abstreiten, daß man das alles autodidaktisch hinbekommen kann. Ich bin dran jedenfalls in Ehren gescheitert. Nun mit Lehrer geht es in mehr oder weniger großen Schritten voran.
     
  20. Florentin

    Florentin Strebt nach Höherem

    Junge Junge, hier ist ja einiges los ...

    ... sogar der arme alte Max Greger kriegt sein Fett ab ... Ich gestehe gern, dass ich ihn und seine Zeitgenossen sehr schätze, weil sie in Deutschland den Big-Band-Sound und recht gepflegte Tanzmusik (und auch das Saxophon) populär und hoffähig gemacht haben. Es hat keinen Sinn, ihn als Solisten mit Sonny Rollins zu vergleichen. Ich würde mich aber sehr glücklich schätzen, wenn ich mit 80 (oder sogar jetzt) musikalisch so drauf wäre.

    @Doc: Meiner Erfahrung nach sind die grifftechnischen Probleme beim deutschen System noch viel grösser als beim Böhm-System. Ich finde Böhm viel ähnlicher dem Saxophon und im Falle eines Umstiegs oder Zweitinstruments die einfachere (und sicher billigere) Wahl. Aber bloss jetzt nicht auch noch die Diskussion Deutsch gegen Böhm hier reinbringen ...

    Für meinen Fall kann ich sicher sagen, dass mir ein Wechsel von Saxophon zu Klarinette viel viel schwerer gefallen wäre als anders rum. Obwohl ich dann schon in einem reiferen Alter war, hätte ich wahrscheinlich bald frustriert aufgegeben. Und ohne Lehrer hätte es sicher keinen Sinn gehabt.

    Zurück zu meiner Frage nach der alten "Pflichtordnung". Ich kannte die Welt der Musikvereine nicht, ich bezog mich auf städtische Musikschulen. Ein wesentlicher praktischer Grund war sicher, dass gar keine (oder nicht genug) ausgebildete Saxophonlehrer da waren, also mussten die Klarinettenlehrer ran, die natürlich ihren eigenen Erfahrungshintergrund umsetzten.
     
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